Nach erneuten US-Angriffen, die unter anderem eine Insel im Iran trafen, wächst die Besorgnis in der Region. Insbesondere die Golfstaaten befürchten nun, dass die USA und Israel eine Serie massiver Angriffe auf den Iran starten könnten. Die aktuelle Lage verschärft die geopolitischen Spannungen in einer ohnehin volatilen Zone.
Laut dem SRF-Korrespondenten Fredy Gsteiger könnten die jüngsten militärischen Maßnahmen primär eine Frage des Egos von US-Präsident Donald Trump sein. Gsteiger betont jedoch, dass eine weitere Eskalation niemandem helfen würde. Für die globale Wirtschaft würde ein solcher Konflikt insbesondere als "Gift" wirken.
Auch für Israel wäre ein Krieg nur dann von Vorteil, wenn ein klarer Sieg über das iranische Regime erzielt werden könnte. Unabhängig von diesem strategischen Nutzen könnte ein neuer Waffengang jedoch dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu persönlich dienen. Dies würde ihm ermöglichen, sich als starker Mann zu inszenieren.
Die innenpolitische Dimension in Israel spielt dabei eine zentrale Rolle für Netanjahus Kalküle. Angesichts anstehender Koalitionsgespräche oder möglicher Neuwahlen könnte eine harte Linie seine Position festigen. Die internationale Gemeinschaft beobachtet nun, ob die militärischen Aktivitäten zu einer umfassenden Eskalation führen.


