Der Regierungsrat des Kantons Luzern plant, im Jahr 2027 insgesamt 296 Millionen Franken für Prämienverbilligungen bereitzustellen. Wie der Kanton in einer Medienmitteilung am Mittwoch bekannt gab, sollen durch diese Massnahme rund 29 Prozent der Bevölkerung finanziell entlastet werden. Insgesamt werden schätzungsweise mehr als 130.900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene von diesen staatlichen Unterstützungen profitieren.

Die Reichweite der Unterstützung weitet sich im Vergleich zum aktuellen Jahr aus, in dem die Quote der entlasteten Personen noch bei 28 Prozent lag. Insbesondere Familien werden gefördert, wobei der Kanton die Prämien für Kinder zu 80 Prozent und für Jugendliche zu 50 Prozent übernimmt. Dennoch bleibt der finanzielle Druck bestehen: Die durchschnittliche Prämienbelastung der 40 Prozent einkommensschwächsten Versicherten steigt von 15,2 Prozent im Jahr 2026 auf 15,4 Prozent im Jahr 2027.

Ein Anspruch auf Verbilligung besteht für Bezüger von Sozialhilfe sowie Ergänzungsleistungen zur AHV/IV. Darüber hinaus erhalten Haushalte Unterstützung, wenn die kantonalen Richtprämien mindestens zehn Prozent ihres massgeblichen Einkommens übersteigen. Für Kinder und junge Erwachsene in Ausbildung wurden die Einkommensgrenzen angehoben: Paare können nun bis zu 98.867 Franken (zuvor 96.392 Franken) und Alleinerziehende bis zu 79.093 Franken (zuvor 77.114 Franken) verdienen.

Diese Massnahmen erfolgen vor dem Hintergrund eines durchschnittlichen Prämienanstiegs von 4,4 Prozent im Kanton Luzern. Die neue durchschnittliche Krankenkassenprämie über alle Altersklassen hinweg beträgt nun 354 Franken. Im Detail belaufen sich die Kosten auf 109 Franken für Kinder bis 18 Jahre, 285 Franken für junge Erwachsene bis 26 Jahre und 422 Franken für Erwachsene ab 26 Jahren.