Die Schweizer Bundesregierung hat eine erneute Freigabe von Kerosin aus den nationalen Pflichtlagern angeordnet. Diese Maßnahme erfolgt, um die Treibstoffversorgung an den Flughäfen Zürich und Genf zu sichern. Bis Ende November dürfen an diesen beiden Standorten insgesamt 50.000 Kubikmeter Kerosin bezogen werden.
Als Auslöser für den aktuellen Engpass nennt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung verschiedene externe Faktoren. Einschränkungen in Raffinerien in Deutschland sowie in Südfrankreich sowie Probleme im Schienenverkehr führten zu den Lieferengpässen. Diese logistischen und produktionsbedingten Störungen beeinträchtigen die reguläre Versorgungskette.
Dies ist bereits der zweite Zugriff auf die Reserven innerhalb kurzer Zeit. Bereits im Oktober war eine erste Tranche in Höhe von 30.000 Kubikmetern Kerosin zur Sicherung des Betriebs freigegeben worden. Die aktuelle Entscheidung unterstreicht die Abhängigkeit der Schweizer Luftfahrt von europäischen Produktionsstätten.
Mit der zusätzlichen Freigabe der 50.000 Kubikmeter wird die Substanz der staatlichen Reserven spürbar reduziert. Insgesamt sind nun 17,4 Prozent der Pflichtlagerbestände für Kerosin angebrochen. Der Bund nutzt diese strategischen Vorräte somit, um die operative Handlungsfähigkeit der wichtigsten Flughäfen des Landes zu gewährleisten.

