In der Schweiz haben oder hatten rund 495.000 Menschen an Krebs erkrankt. Diese neuen, exklusiven Daten stammen aus einer Studie des nationalen Instituts für Krebsepidemiologie und -registrierung. Im Vergleich zu vor 20 Jahren ist die Zahl der Betroffenen damit fast auf das Doppelte gestiegen.
Nach Analyse der Studie gibt es zwei Hauptursachen für diesen signifikanten Anstieg. Einerseits führen bessere Behandlungsmethoden und eine frühere Diagnostik dazu, dass mehr Patienten überleben und registriert werden. Andererseits trägt die demografische Entwicklung, insbesondere das Bevölkerungswachstum und das höhere Alter der Menschen, zur steigenden Fallzahl bei.
Angesichts dieser Entwicklung fordert die Krebsliga eine verstärkte Unterstützung für die Betroffenen. Ein konkretes Beispiel für diese Bemühungen ist ein aktuelles Pilotprojekt in Winterthur. Hier wird den Patienten bei Bedarf ein Coach zur Seite gestellt, um sie im Krankheitsverlauf zu begleiten.
Das Modell der Coach-Unterstützung soll künftig auf weitere Regionen ausgeweitet werden. Laut den vorliegenden Informationen ist eine baldige Einführung dieses Unterstützungsangebots auch im Tessin geplant. Damit reagiert die Organisation auf die steigenden Anforderungen einer wachsenden Gruppe von Krebspatienten.

