Die iranischen Behörden haben zwei weitere Männer hingerichtet, die im Zusammenhang mit den Massenprotesten Anfang des Jahres verurteilt wurden. Bei den Exekutierten handelt es sich um Amirhossein Maleqi und Amirhossein Ebrahimi, die in den frühen Morgenstunden durch Hängen getötet wurden. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen im Land.
Den beiden Männern wurde vorgeworfen, an der Tötung von Polizeibeamten in der Stadt Isfahan beteiligt gewesen zu sein. Die Vorfälle ereigneten sich während der Massendemonstrationen, die das Land zu Beginn des Jahres erschütterten. Die mit der Justiz verbundene Nachrichtenagentur Mizan bestätigte den Vollzug der Urteile offiziell.
Mit diesen zwei weiteren Fällen steigt die Zahl der Menschen, die im Kontext der Massenproteste hingerichtet wurden, auf mindestens 37. Diese Entwicklung verdeutlicht die harte Linie der iranischen Justiz gegenüber den Teilnehmern der Unruhen. Die staatlichen Maßnahmen zielen auf die Unterbindung weiterer Protestbewegungen ab.
Internationale Menschenrechtsgruppen haben die Todesurteile bereits scharf kritisiert und fordern ein Ende der Exekutionen. Die Kritik richtet sich gegen die rechtliche Aufarbeitung der Proteste und die Schwere der verhängten Strafen. Die iranische Regierung hält jedoch an den Urteilen fest und begründet diese mit der Beteiligung an Gewaltakten gegen Sicherheitskräfte.

