Kurz vor der Öffnung der Wahllokale für die Zwischenwahlen in den USA hat das US-Militär offenbar erneut Angriffe gegen den Iran durchgeführt. Laut Berichten US-amerikanischer Medien, darunter das „Wall Street Journal“, richteten sich diese Operationen gegen Ziele auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus. Es handelte sich dabei laut vorliegenden Informationen um einzelne Angriffe und nicht um eine vollständige Wiederaufnahme der Kampfhandlungen.

Eine offizielle Bestätigung der USA für diese militärischen Aktivitäten liegt derzeit nicht vor. Unabhängig davon äußerte sich Donald Trump zu der Lage und gab an, keinen Angriff auf den Iran nach den Zwischenwahlen in Betracht zu ziehen. Parallel dazu meldeten britische Behörden einen Angriff auf ein Schiff in der strategisch wichtigen Straße von Hormus.

Iranische Staatsmedien gaben eine gegensätzliche Sicht der Ereignisse bekannt. Die Revolutionsgarden behaupteten, zwei US-Aufklärungsdrohnen südlich der Insel Qeschm in ihre Gewalt gebracht zu haben. Zudem sei eine weitere US-Drohne östlich der Straße von Hormus zerstört worden.

Die Angaben der iranischen Seite konnten bislang nicht unabhängig überprüft werden. Die Situation in der Region bleibt angespannt, während die USA intern mit den Midterms beschäftigt sind. Die Kombination aus gezielten Schlägen und dem Verlust von Aufklärungsdrohnen unterstreicht die volatile Sicherheitslage im Persischen Golf.