PARIS, 17. April 2026 /PRNewswire/ -- Sopra Steria, ein bedeutendes Unternehmen der europäischen Technologiebranche, veröffentlicht eine neue Studie, in der die wirtschaftlichen Auswirkungen von Desinformation weltweit 2024 analysiert werden. Der Analyse zufolge belief sich der Wert der Informationsmanipulation 2024 auf rund 417 Milliarden US-Dollar – ein Betrag, der mit den Jahresumsätzen großer Technologieunternehmen vergleichbar ist oder einen erheblichen Anteil am BIP bestimmter Länder ausmacht.

Die Studie stützt sich auf eine offene und reproduzierbare Methodik, die sich an den Ansätzen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimawandel (IPCC) orientiert und eine Metaanalyse bestehender Forschungsergebnisse, die Auswertung dokumentierter Fälle sowie ökonomische Modellierungen miteinander verbindet.
Wichtigste Ergebnisse:
Ayman Awada, Executive Director des Geschäftsbereichs Finanzdienstleistungen der Sopra Steria Group, kommentiert: „Diese Studie zeigt, dass Desinformation nicht mehr nur ein demokratisches Problem ist. Sie stellt nun ein erhebliches wirtschaftliches Risiko für Unternehmen und Märkte dar. Angesichts der Industrialisierung der Informationsmanipulation und des Aufstiegs der künstlichen Intelligenz müssen Organisationen dieses Phänomen nun als strategisches Risiko behandeln. Die Herausforderung ist klar: den Übergang vom Bewusstsein hin zur Organisation einer echten Informationsresilienz auf europäischer Ebene."
Sopra Steria liefert eine erste Schätzung der wirtschaftlichen Auswirkungen von Desinformation
Lange Zeit wurde Desinformation vor allem aus politischer oder demokratischer Perspektive analysiert. In den letzten Jahren hat sie jedoch dramatisch an Ausmaß zugenommen. Der Aufstieg der sozialen Medien, die Industrialisierung von Kampagnen zur Informationsmanipulation und das Aufkommen generativer künstlicher Intelligenz haben sie zu einem erheblichen wirtschaftlichen Risiko gemacht.
Um diese Realität besser zu verstehen, hat Sopra Steria eine Studie veröffentlicht, die darauf abzielt, die globalen wirtschaftlichen Auswirkungen von Desinformation zu quantifizieren. Die zentrale Schätzung beläuft sich für 2024 auf 417 Milliarden US-Dollar, aufgeteilt in drei Hauptkategorien von Auswirkungen: Finanzströme, geschätzt auf 393 Milliarden US-Dollar; soziale Auswirkungen, 10 Milliarden US-Dollar; und politische Auswirkungen, 14 Milliarden US-Dollar.
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KONTAKT: Aurélien Flaugnatti, aurelien.flaugnatti@soprasteria.com
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Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.
Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.
SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.