Envision beteiligt sich am Pilotprojekt des AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystems, um den weltweiten Handel mit sauberem Ammoniak voranzutreiben

29.04.2026

SHANGHAI, 29. April 2026 /PRNewswire/ -- Envision Energy, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich grüner Technologien, gab heute seine Teilnahme an der Pilotphase des AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystems bekannt, einem von der Ammonia Energy Association (AEA) entwickelten globalen Zertifizierungssystem, das den transparenten und vertrauenswürdigen internationalen Handel mit emissionsarmem Ammoniak fördern soll.

Das AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystem ist ein freiwilliges System, das es Produzenten, Händlern und Verbrauchern ermöglicht, anhand unabhängig überprüfter Daten wichtige Umweltmerkmale – nämlich den CO₂-Fußabdruck und die Herkunft – nachzuweisen. Das von MiQ entwickelte und betriebene AEA-Ammoniakregister bietet den Teilnehmern eine digitale Infrastruktur, die einen sicheren Datenaustausch, Transparenz und Rückverfolgbarkeit entlang der gesamten Ammoniak-Lieferkette gewährleistet – von der Zertifikatserstellung über den Handel bis hin zur Stilllegung.

Envision Energy's Net Zero Industrial Park in Chifeng, China

Das Pilotprojekt unterstützt drei verschiedene Modelle zur Nachverfolgbarkeit der Lieferkette: „Segregated", „Mass Balance" und „Book & Claim". Envision nutzt das „Book-&-Claim"-Modell, um die logistischen Herausforderungen der physischen Lieferung über große Entfernungen zu bewältigen und das Wachstum eines globalen Marktes für grünes Ammoniak zu fördern. „Book & Claim" ermöglicht den Handel mit Umweltattributen ohne physischen Transport, wodurch Kosten und Emissionen reduziert und die grünen Attribute effektiv von der physischen Lieferkette entkoppelt werden. Ähnliche Modelle gibt es bereits im Bereich der erneuerbaren Energien und bei SAF (Sustainable Aviation Fuel), und dies ist die erste Anwendung für Ammoniak.

„Wir freuen uns sehr, dem AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystem beizutreten und dessen Book-&-Claim-Funktion zu nutzen, um die weltweite Verteilung verifizierter emissionsarmer Moleküle zu optimieren", sagte Frank Yu, Senior Vice President von Envision Energy. „Dies ermöglicht es unseren Kunden, ihre Betriebsabläufe unabhängig von ihrer geografischen Nähe zu unseren Produktionszentren sicher zu dekarbonisieren, was die Einführung von grünem Ammoniak als bankfähiges, klimaneutrales Rohgut beschleunigt."

Trevor Brown, Executive Director der AEA, sagte: „Wir freuen uns sehr, Envision als einen der ersten Teilnehmer am Pilotprojekt des AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystems begrüßen zu dürfen. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit ihnen zu demonstrieren, dass die robusten Chain-of-Custody-Modelle unseres Systems in der Lage sind, die vielfältigen Kundenanforderungen in den dynamischen neuen Märkten zu erfüllen, die sich unserer Einschätzung nach für emissionsarmes Ammoniak im gesamten asiatisch-pazifischen Raum abzeichnen."

Im März 2026 schloss Envision die erste durchgängige kommerzielle Lieferung von grünem Ammoniak von seinem Net Zero Industrial Park in Chifeng, China, zum Hafen von Ulsan, Südkorea, ab und validierte damit die gesamte Wertschöpfungskette – von Unternehmen im Bereich erneuerbare Power-to-X-Technologien bis hin zur komplexen internationalen Seelogistik. Im Juli 2025 nahm Envision offiziell die weltweit größte und modernste KI-gestützte Produktionsanlage für grünen Wasserstoff und Ammoniak mit einer Jahreskapazität von 320.000 Tonnen in Betrieb und erreichte damit Echtzeit-Optimierung und Stabilität im industriellen Maßstab.

Frank Yu wird die Projekte von Envision und die Beteiligung des Unternehmens am Pilotprojekt des AEA-Ammoniak-Zertifizierungssystems auf dem World Hydrogen 2026 Summit am 19. Mai in Rotterdam, Niederlande, in einer Podiumsdiskussion unter der Moderation von Trevor Brown von der AEA vorstellen.

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Digitale Vignette und höhere Tarife treiben Gewinn der Asfinag auf 840 Millionen Euro

30.04.2026

Die staatliche Autobahnholding Asfinag hat 2025 einen Überschuss von 840 Millionen Euro erwirtschaftet und damit wieder das Ergebnisniveau von 2023 erreicht. Treiber des Gewinnanstiegs waren vor allem höhere Mauteinnahmen, die im Jahresvergleich um 8,2 Prozent auf rund 2,7 Milliarden Euro zulegten. Trotz des Gewinnsprungs blieb die Verkehrsentwicklung auf Österreichs Schnellstraßen und Autobahnen weitgehend stabil: Die Gesamtfahrleistung von Pkw und Lkw erhöhte sich laut Vorstandsdirektor Herbert Kasser lediglich um 0,3 Prozent auf rund 33 Milliarden Kilometer.

Besonders kräftig wuchsen die Erlöse aus der Strecken- und Schwerverkehrsmaut. Die Einnahmen aus der Streckenmaut legten um 11,6 Prozent auf 263 Millionen Euro zu. Der Schwerverkehr brachte knapp 1,8 Milliarden Euro ein – ein Plus von 7,9 Prozent gegenüber 2024. Die klassische Autobahnvignette steuerte 655 Millionen Euro bei, 7,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Eine wichtige Rolle spielten dabei Preisanpassungen: Die Pkw-Jahresvignette verteuerte sich 2025 um 7,7 Prozent auf 103,80 Euro. Insgesamt konnte der Überschuss damit um 14,4 Prozent gesteigert und der Ergebnisrückgang des Jahres 2024, als der Gewinn bei 734 Millionen Euro lag, wieder ausgeglichen werden.

Finanziell stärkte die Asfinag ihre Eigenkapitalbasis, während sich zugleich die Verschuldung erhöhte. Die Eigenkapitalquote stieg 2025 um einen Prozentpunkt auf 48 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die Netto-Schulden um 180 Millionen Euro auf 10,74 Milliarden Euro. Die öffentliche Hand profitierte mehrfach: Rund 251 Millionen Euro flossen als Steuern an den Staat, nach 219 Millionen Euro im Jahr zuvor. Zusätzlich überwies die Asfinag 305 Millionen Euro als Dividende an den Bund, rund 20 Prozent mehr als 2024. Laut ÖAMTC summieren sich die Dividenden seit 2011 auf rund 2,5 Milliarden Euro; ohne diese Ausschüttungen wären die Schulden der Autobahngesellschaft nach Berechnungen des Mobilitätsclubs um etwa ein Fünftel niedriger.

Strategisch stellt die Asfinag ihr System der Mauterhebung weiter auf digital um und plant hohe Investitionen in die Infrastruktur. Ab 2027 wird es die Vignette nur noch in digitaler Form geben. Schon jetzt kann sie an rund 3.500 Vertriebspunkten sowie an 100 Automaten an 34 Standorten erworben werden; im laufenden Jahr soll das Vertriebsnetz um 10 bis 15 Automaten und etwa 1.000 zusätzliche Verkaufspunkte erweitert werden. Kundinnen und Kunden erhalten anstelle der bisherigen Klebevignette eine Bestätigung, wobei das Kfz-Kennzeichen beim Kauf registriert wird. Bis 2031 will die Asfinag insgesamt 12,5 Milliarden Euro in das heimische Autobahn- und Schnellstraßennetz investieren, rund 62 Prozent davon in Erhalt und Sanierung der bestehenden Infrastruktur.