
Ein Konsortium von sechs Schweizer Finanzinstituten bereitet den bislang koordiniertesten Testlauf für einen an den Franken gekoppelten Stablecoin im Land vor. Unter Führung der UBS starten UBS, PostFinance, Sygnum, Raiffeisen, die Zürcher Kantonalbank (ZKB) und die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) gemeinsam mit Swiss Stablecoin AG eine digitale Sandbox, in der mögliche Anwendungsfälle eines regulierten Schweizer‑Franken‑Stablecoins unter Realbedingungen, aber mit klar definierten Grenzen, erprobt werden sollen.
Die Partner richten dafür eine sogenannte „Secure Digital Live Environment“ ein – eine geschützte Testumgebung, in der ausgewählte Zahlungsszenarien über Blockchain‑Infrastruktur simuliert werden. Im Fokus steht, wie sich ein an den Franken gebundener Stablecoin technisch und prozessual in bestehende Abwicklungs- und Zahlungssysteme integrieren lässt. Transaktionsvolumen, Teilnehmerkreis und Use Cases werden dabei bewusst begrenzt, um Risiken zu kontrollieren und regulatorische Anforderungen berücksichtigen zu können.
Ausgangspunkt der Initiative ist eine Marktlücke: In der Schweiz gibt es bislang keinen breit genutzten, regulierten Stablecoin, der direkt an den Schweizer Franken gekoppelt ist. Das Projekt soll klären, ob und in welcher Form ein solcher Token zur Effizienzsteigerung im Zahlungsverkehr, zur Abwicklung digitaler Vermögenswerte oder für andere blockchainbasierte Anwendungen taugt. Die beteiligten Institute positionieren die Sandbox ausdrücklich als offene Infrastruktur – weitere Banken und Unternehmen können sich anschließen, um zusätzliche Perspektiven und Anwendungsfälle einzubringen.
Der Testbetrieb ist bis 2026 angelegt und reiht sich in eine breitere globale Entwicklung ein. Weltweit experimentieren Banken mit Stablecoins, die als Kryptowährungen mit stabilem Wertversprechen auf Basis traditioneller Währungen gelten. Für etablierte Institute können solche Tokens sowohl Konkurrenz als auch Chance sein: Einerseits entstehen neue Anbieter im Zahlungsverkehr, andererseits bietet die Technologie die Möglichkeit, eigene Prozesse zu modernisieren und tokenisierte Finanzprodukte anzubieten. Mit der gemeinsamen Sandbox will der Schweizer Bankenverbund ausloten, welche Rolle ein Franken‑Stablecoin künftig im digitalen Geld- und Finanzökosystem des Landes spielen könnte.

Karbon-X Corp., ein vertikal integrierter Anbieter von Klimalösungen auf dem regulierten und dem freiwilligen CO2-Markt, baut seine unternehmensweite Klimaplattform durch eine strategische Zusammenarbeit mit der Schweizer carbon-connect AG aus. Das in Calgary ansässige Unternehmen will mit der Partnerschaft seine Fähigkeiten in der Treibhausgasbilanzierung, Dekarbonisierungsberatung und laufenden Überwachung für Unternehmens- sowie regulierte Kunden deutlich erweitern.
Im Rahmen der Kooperation übernimmt Karbon-X die geschäftliche Zusammenarbeit und die Integration von Kunden, während carbon-connect sein technisches Fachwissen in das End-to-End-Rahmenwerk von Karbon-X einbringt. Ziel ist ein durchgängiges Serviceangebot, das von der präzisen Emissionsmessung über die Planung von Reduktionsmaßnahmen bis zur Marktumsetzung reicht.
Das gemeinsam erweiterte Dienstleistungsportfolio deckt vollständige Emissionsbilanzen nach Scope 1, 2 und 3 ab und umfasst zudem die Planung und Umsetzung von Emissionsminderungsmaßnahmen. Hinzu kommen länderspezifische Compliance-, ESG- und Nachhaltigkeitsberichterstattung, Kohlenstoffquantifizierung von Produkten inklusive Lebenszyklusanalysen, die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks von Veranstaltungen sowie Unterstützung bei der strategischen Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen.
Vor dem Hintergrund sich verschärfender regulatorischer Anforderungen und strengerer Offenlegungsstandards positioniert sich Karbon-X mit der Allianz als integrierter Partner für Unternehmen, die sowohl bei der Emissionsmessung als auch bei der Nutzung der CO2-Märkte Unterstützung suchen. Die Zusammenarbeit soll die Beratungs- und Quantifizierungsinfrastruktur von Karbon-X stärken, das Angebot auf Unternehmensebene verbreitern und helfen, mehrjährige Kundenbeziehungen zu vertiefen.