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Die PolyPeptide Group AG hat an ihrer fünften ordentlichen Generalversammlung in Zug sämtliche Anträge des Verwaltungsrats durchgesetzt. Wie das in Baar domizilierte Unternehmen mitteilte, stimmten die anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre allen Traktanden mit grosser Mehrheit zu. Die Versammlung fand in der Chollerhalle in Zug statt, vertreten waren insgesamt 26'780'855 stimmberechtigte Aktien. Das entspricht 80,85% der ausgegebenen Namenaktien der an der SIX kotierten Gruppe, die als spezialisierter globaler CDMO für peptid-basierte pharmazeutische Wirkstoffe tätig ist.
Im Zentrum der Beschlüsse stand die Bestätigung der Führungsstruktur. Alle sechs zur Wiederwahl vorgeschlagenen Mitglieder des Verwaltungsrats wurden für eine weitere Amtsdauer bis zum Abschluss der Generalversammlung 2027 gewählt. Verwaltungsratspräsident Peter Wilden wurde im Amt bestätigt. Zudem wählten die Aktionärinnen und Aktionäre Philippe Weber und Peter Wilden jeweils einzeln erneut in den Vergütungs- und Nominierungsausschuss, ebenfalls mit einer Mandatsdauer bis zur nächsten ordentlichen Generalversammlung.
Die Eigentümer segneten darüber hinaus die Wiederwahl der Revisionsstelle sowie des unabhängigen Stimmrechtsvertreters ab. Ebenfalls genehmigt wurden die maximalen Gesamtbeträge der Vergütungen für den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung. Damit erhält das Unternehmen eine klare Legitimation für seine Vergütungsstrukturen im laufenden Geschäftsjahr.
Die Aktionärinnen und Aktionäre erteilten zudem sämtlichen Mitgliedern des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung, die im Geschäftsjahr 2025 im Amt waren, Entlastung für dieses Geschäftsjahr. Mit den breiten Zustimmungsergebnissen unterstreicht die Eigentümerschaft den Rückhalt für die aktuelle Führung und Governance-Struktur des Unternehmens, während PolyPeptide seinen Kurs als spezialisierter Auftragshersteller im Bereich peptid-basierter pharmazeutischer Wirkstoffe fortsetzt.

Europas Aktienmärkte haben die neue Woche mit Verlusten begonnen. Am Montag gaben die Leitindizes auf dem Kontinent überwiegend moderat nach. Marktteilnehmer verwiesen auf die anhaltend unklare Lage im Nahen Osten und die damit einhergehenden erneut steigenden Ölpreise, die die Stimmung belasteten. Zusätzlich drückte die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Zölle für die Autobranche in der Europäischen Union auf 25 Prozent anzuheben, vor allem auf die Kurse von Fahrzeugherstellern und deren Zulieferern.
Der EuroStoxx 50 lag zur Mittagszeit 0,7 Prozent im Minus bei 5.842 Punkten. In Frankreich gab der Cac 40 ähnlich deutlich nach, ebenso der italienische FTSE MIB. In Spanien fielen die Abschläge mit einem Minus von 1,1 Prozent noch spürbar kräftiger aus. Außerhalb der Eurozone hielten sich die Verluste dagegen in Grenzen: Der Schweizer Leitindex SMI verlor 0,4 Prozent auf 13.090 Punkte. In London ruhte der Handel aufgrund eines Feiertags, sodass von dort keine Impulse kamen.
Besonders schwach präsentierte sich der Versorgersektor. In der Branchenwertung führten Aktien des italienischen Energiekonzerns Enel die Verliererliste an und büßten 2,8 Prozent ein. Zuvor hatte Analyst Rob Pulleyn von Morgan Stanley sein Anlageurteil für Enel von „Equal-weight“ auf „Underweight“ gesenkt und das Kursziel von 9,50 auf 9,00 Euro zurückgenommen. Zwar bleibt der Analyst für europäische Versorger insgesamt positiv gestimmt, er sieht jedoch regulatorische Eingriffe in den Strommarkt als zentrales Risiko in der anstehenden Sommersaison, wenn die Gasspeicher wieder aufgefüllt werden. Das Risiko in Italien schätzt Pulleyn als besonders hoch ein, was auch die Titel von Italgas belastete, die um 1,4 Prozent nachgaben.
Unter den Autowerten standen vor allem die deutschen Hersteller unter Abgabedruck, nachdem die mögliche Anhebung der US-Zölle auf EU-Autos die Exportperspektiven der Branche eintrübte. Im EuroStoxx 50 verloren Ferrari 0,7 Prozent. Dagegen konnten Stellantis und Renault nach vorangegangenen Verlusttagen leicht zulegen. Im Bankensektor blieben die Übernahmeambitionen von Unicredit im Fokus; die Aktien der italienischen Großbank gaben im Verlauf um 0,3 Prozent nach, während Anleger die weiteren strategischen Schritte des Instituts abwarteten.