
Ende 2025 lebten 9'124'300 Menschen in der Schweiz. Damit wuchs die ständige Wohnbevölkerung innert eines Jahres um 73'300 Personen beziehungsweise 0,8 Prozent, wie aus provisorischen Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht. Das Plus liegt unter dem Wert von 2024, als die Bevölkerung noch um 1,0 Prozent zugenommen hatte.
Alle Kantone verzeichneten ein Wachstum. Am stärksten legte der Kanton Schaffhausen zu, dessen Bevölkerung um 1,6 Prozent auf 90'285 Personen anwuchs. Überdurchschnittlich wuchsen auch Basel-Stadt (+1,4 Prozent) und das Wallis (+1,3 Prozent). Am unteren Ende der Skala standen Glarus und das Tessin mit jeweils +0,2 Prozent, gefolgt von Bern, Jura und Neuenburg mit einem Zuwachs von jeweils 0,4 Prozent.
Die Daten markieren einen demografischen Wendepunkt: Erstmals ist die Zahl der Personen ab 65 Jahren höher als jene der unter 20-Jährigen. 2025 wurden 1'811'000 Menschen im Alter von 65 Jahren oder älter gezählt, gegenüber 1'802'000 Personen unter 20 Jahren. Beide Gruppen machen jeweils rund ein Fünftel der Gesamtbevölkerung aus. Der Altersquotient liegt damit leicht über dem Jugendquotienten: Auf 100 Personen im Alter von 20 bis 64 Jahren kamen 32,9 Menschen ab 65 Jahren und 32,7 Menschen unter 20 Jahren.
Hinter der Alterung stehen mehrere parallele Entwicklungen. Die Geburtenzahl ist im vierten Jahr in Folge gesunken, wenngleich sich der Rückgang verlangsamt hat. 2025 wurden schweizweit rund 77'900 Kinder geboren, ein Minus von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau sank leicht von 1,29 auf 1,28. Gleichzeitig nahm die Zahl der Todesfälle geringfügig ab und lag bei 71'700. Die Lebenserwartung stieg weiter an: Neugeborene Mädchen können im Schnitt mit 86,3 Lebensjahren rechnen, Knaben mit 82,7 Jahren.
Regional zeigt sich ein differenziertes Bild. Während die Schweiz insgesamt weniger Kinder zur Welt brachte als im Vorjahr, meldeten einige Kantone, darunter Schaffhausen, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Nidwalden, Genf, Basel-Stadt, Waadt und Solothurn, einen Anstieg der Geburten. Parallel dazu war der internationale Wanderungssaldo laut BFS rückläufig, was das insgesamt moderatere Bevölkerungswachstum mitprägte.
Auch in den Familienstrukturen machen sich Verschiebungen bemerkbar. Die Zahl der Eheschliessungen sank 2025 auf 35'700, rund tausend weniger als im Jahr zuvor. Darunter waren 800 gleichgeschlechtliche Ehen, von denen 200 aus eingetragenen Partnerschaften hervorgingen. Gleichzeitig wurden 15'700 Ehen geschieden, etwa 400 weniger als 2024; 59 der Scheidungen betrafen gleichgeschlechtliche Ehen. Nach Einschätzung des BFS ist weiterhin davon auszugehen, dass langfristig etwa zwei von fünf Ehen in einer Scheidung enden könnten.

Die Aktien von Redcare Pharmacy und DocMorris haben innerhalb weniger Tage eine deutliche Erholung hingelegt. Nach einer längeren Talfahrt, in deren Verlauf Redcare auf ein Tief gefallen war, das seit 2019 nicht mehr erreicht wurde, legte die Online-Apotheke am Wochenanfang zunächst fast acht Prozent zu und setzte den Aufwärtstrend am Dienstag im frühen Xetra-Handel mit einem Plus von weiteren 4,6 Prozent fort. Insgesamt summiert sich der Anstieg bei Redcare in kurzer Zeit auf mehr als 20 Prozent. Die Papiere von DocMorris, dem Schweizer Wettbewerber, verteuerten sich zeitgleich um bis zu 10,5 Prozent beziehungsweise knapp sieben Prozent an der Zürcher Börse.
Getrieben wird die Rally an den Börsen gleich von zwei Faktoren. Zum einen kommt es zum Quartalsende zu verstärkten Eindeckungen von Leerverkäufen. Investoren, die zuvor auf fallende Kurse gesetzt und sich dafür Aktien geliehen hatten, sehen sich angesichts der Kursanstiege gezwungen, diese Positionen zu schließen. Das führt zu zusätzlichen Kauforders im Markt und verstärkt den Aufwärtsdruck bei stark geshorteten Titeln wie Redcare und DocMorris. Marktbeobachter werten die aktuelle Bewegung daher als typischen Short-Squeeze-Effekt, der die Kursdynamik zeitweise deutlich erhöhen kann.
Zum anderen sorgen Reformvorschläge für das deutsche Krankenkassensystem für neue Fantasie im Sektor. Eine Expertenkommission hat insgesamt 66 Vorschläge zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorgelegt. Im Fokus der Investoren steht vor allem die angedachte Erhöhung der Zuzahlungen für verschreibungspflichtige Medikamente für gesetzlich Versicherte. Analyst Felix Dennl vom Bankhaus Metzler sieht darin eine potenzielle Chance für Versandapotheken: Steigen die Eigenanteile der Patienten, dürfte der Anreiz wachsen, Preise zu vergleichen und von stationären Apotheken auf meist günstigere Online-Angebote zu wechseln.
Versandapotheken wie Redcare und DocMorris könnten von einer beschleunigten Verlagerung des Rezeptvolumens in den digitalen Kanal profitieren. Marktteilnehmer interpretieren die Kursreaktionen bereits als Signal, dass die Branche als Gewinner der Reformdiskussion gehandelt wird. Entscheidend bleibt jedoch, ob und wann die Empfehlungen der Kommission tatsächlich in Bundesrecht überführt werden. Bis dahin beruhen die Hoffnungen der Anleger auf regulatorischen Szenarien, die zwar wachstumsfördernd wirken könnten, derzeit aber noch nicht verbindlich beschlossen sind.