Der Regierungsrat des Kantons Zug plant die Schaffung eines sogenannten «Zukunftskapitals» in Höhe von 900 Millionen Franken. Dieser neue Separatfonds soll innerhalb des Eigenkapitals des Kantons angesiedelt werden, welches aktuell insgesamt 3 Milliarden Franken beträgt. Die Finanzierung des Fonds erfolgt aus den angesammelten Überschüssen der Staatsrechnung, um die aktuelle finanzielle Stärke langfristig nutzbar zu machen.
Die Ausstattung des Fonds ist für den 1. Januar 2028 vorgesehen, wobei der Aufbau der Anlagen gestaffelt erfolgen soll. In den ersten zehn Jahren bleibt das Kapital unangetastet, und sämtliche Erträge werden reinvestiert. Erst nach diesem Zeitraum darf der Kanton Gelder entnehmen, sofern der Fondsbetrag die ursprünglichen 900 Millionen Franken übersteigt, wobei nur die Gewinne abzüglich Kosten und Verluste zur Verfügung stehen.
Die Verwaltung des Vermögens erfolgt intern durch die Finanzverwaltung, ohne die Beizuziehung externer Vermögensverwalter. Als Orientierung für die eigenen Anlagerichtlinien dienen die Vorgaben der Zuger Pensionskasse. Zur Sicherstellung der Transparenz wird der Kanton in seinem jährlichen Geschäftsbericht detailliert über den Fondsstand, die Anlagestruktur, Erträge sowie die Einhaltung der Richtlinien informieren.
Die Initiative geht auf eine Motion von Politikern der Mitte, FDP und SVP zurück, die ein hohes Eigenkapital ohne spezifischen Zweck als nicht sinnvoll erachtet hatten. Finanzdirektor Heinz Tännler (SVP) betonte, dass auch kommende Generationen von der heutigen Stärke profitieren sollen. Der Fonds soll zudem als Schutz gegen «kurzfristige Begehrlichkeiten» dienen und eine nachhaltige Finanzpolitik für die Bevölkerung fördern.

