Xinhua Silk Road: Ningbo und Chinas Wandel von der reinen Produktion hin zur Entwicklung intelligenterer Produkte

18.04.2026

PEKING, 18. April 2026 /PRNewswire/ -- An der Ostküste Chinas herrscht im Hafen von Ningbo-Zhoushan in der Provinz Zhejiang so gut wie nie Ruhe. An der Ostküste Chinas herrscht im Hafen von Ningbo-Zhoushan in der Provinz Zhejiang so gut wie nie Ruhe.

A technician debugs a humanoid robot at a company in Ningbo, east China's Zhejiang Province, March 26, 2026. (Xinhua/Huang Zongzhi)

Diese Kombination trägt dazu bei, die herausragende Rolle von Ningbo in der chinesischen Industrielandschaft zu erklären. Er ist nicht nur ein bedeutender Hafen, sondern auch eines der wichtigsten Industriezentren des Landes.

Hier machen traditionelle Industriezweige nach wie vor etwa 55 Prozent der industriellen Basis aus, was in etwa der nationalen Struktur entspricht. Das industrielle Spektrum ist bemerkenswert breit und umfasst 36 der 41 wichtigsten Industriezweige Chinas. Mehr als 90 Prozent der Hersteller befinden sich in Privatbesitz, doch auch große staatlich unterstützte Unternehmen spielen nach wie vor eine Rolle.

All diese Merkmale machen Ningbo zu einem aufschlussreichen Mikrokosmos des chinesischen Fertigungssektors im Wandel.

„Übergang" ist sicherlich das richtige Wort. In den letzten Jahren hat die Stadt ihre Produktionsbasis kontinuierlich modernisiert und nutzt digitale Werkzeuge, industrielle Internetplattformen und künstliche Intelligenz, um die Produktion intelligenter, effizienter und präziser zu gestalten.

Das Tempo hat sich in diesem Jahr beschleunigt. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 stieg die industrielle Wertschöpfung der Unternehmen ab einer bestimmten Größe in Ningbo im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,3 Prozent und lag damit 4 Prozentpunkte über der Wachstumsrate des Gesamtjahres 2025. Von den 36 wichtigsten Wirtschaftszweigen der Stadt verzeichneten 27 ein Wachstum. Die Produktion in den Bereichen Automobilbau, Computer und Kommunikationstechnik sowie im allgemeinen Maschinenbau verzeichnete in diesem Zeitraum ein starkes Wachstum.

Die aufschlussreichere Geschichte liegt jedoch nicht in den Schlagzeilen, sondern in den Veränderungen, die sich in den Fabrikhallen vollziehen.

In einem interaktiven Ausstellungsbereich der Ningbo Puzhi Future Robotics Co., Ltd. wiegen sich humanoide Roboter zur Musik, während Roboter auf Rädern Waren in Supermarktregale stapeln. Datenströme von Berührungssensoren, Bewegungen von Roboterarmen und Videodaten werden anschließend wieder in das Modelltraining eingespeist.

Für Zhou Xingyou, Chairman des Geschäftsbereichs „Embodied Intelligence" und Vice President der Joyson Holding Co., Ltd. – einem global ausgerichteten Unternehmen für intelligente Fertigung, dessen Tätigkeitsfeld von Automobilsystemen bis hin zur Robotik mit eingebetteter Intelligenz reicht –, liegt der Vorteil von Ningbo in der Fülle an realen industriellen Anwendungsszenarien.

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Andri Silberschmidt wird zur Schlüsselfigur im Zürcher FDP-Poker um die Regierung

14.04.2026

Die Zürcher FDP setzt bei den Regierungsratswahlen 2027 konsequent auf Konzentration: Parteivorstand und Spitze wollen Nationalrat Andri Silberschmidt als einzigen offiziellen Kandidaten ins Rennen schicken. Der 31- beziehungsweise 32-jährige Unternehmer und Nationalrat soll den frei werdenden Sitz von Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh verteidigen und damit die bürgerliche Mehrheit in der siebenköpfigen Kantonsregierung sichern. Die formelle Nomination ist an der Delegiertenversammlung im Juni 2026 vorgesehen.

Silberschmidt, der seit 2019 im Nationalrat sitzt und zuvor im Zürcher Gemeinderat politisierte, positionierte sich bei seiner Vorstellung klar als wirtschaftsliberaler Kandidat. Der Kanton Zürich sei seine Heimat, hier habe er gewohnt, sein Unternehmen gegründet und seine „politischen Sporen abverdient“, sagte er. Priorität habe ein wirtschaftlich starker Kanton, in dem sich Unternehmen wohlfühlen. Als möglicher direkter Nachfolger für die Volkswirtschaftsdirektion nannte er neben Standortpolitik auch Verkehr, Sicherheit und Bildung als Schwerpunkte. FDP-Präsident Filippo Leutenegger beschreibt ihn als Vertreter einer zukunftsgerichteten, gesellschafts- und wirtschaftsliberalen Politik, der Eigenverantwortung, Unternehmertum und einen schlanken Staat betone und über Parteigrenzen hinweg Mehrheiten suchen könne.

Der Entscheid, zunächst nur mit einem Einerticket anzutreten, ist innerhalb des bürgerlichen Lagers umstritten. Politgeograf Michael Hermann bezeichnet das Vorgehen als verpasste Chance: Angesichts von sicher drei und bis zu fünf frei werdenden Sitzen in der Regierung sei der Verzicht auf eine aktive Rückeroberung des zweiten, 2019 an die Grünen verlorenen FDP-Sitzes ein „dürftiges Ziel“ für die traditionsreiche Kantonalpartei. Zumal der Sitz der Mitte-Partei als wacklig gilt, falls Regierungsrätin Silvia Steiner nicht mehr antreten sollte. Leutenegger verweist hingegen auf Risikomanagement: Man wolle „keine übermässigen Ansprüche stellen“, um nicht politisch „auf die Nase zu fallen“. Berichte, wonach potenzielle Kandidatinnen zuletzt mehrfach abgesagt hätten, verstärken den Eindruck eines strategischen Rückzugs auf die Kernaufgabe Sitzsicherung.

Für Spannungen sorgt der FDP-Kurs insbesondere bei der SVP. Kantonalpräsident Domenik Ledergerber spricht von einer Enttäuschung und wirft den Freisinnigen vor, den fünften bürgerlichen Regierungssitz faktisch kampflos preiszugeben. Er erinnert an die Kräfteverhältnisse vor 2019, als SVP, FDP und Mitte gemeinsam fünf der sieben Sitze hielten. Als Reaktion prüft die SVP nun, ihrerseits mit einem Dreierticket anzutreten. Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli hat ihre erneute Kandidatur bereits angekündigt, zusätzliche Namen sollen von einer Findungskommission vorgeschlagen werden; die Delegiertenversammlung will im Juli über das Ticket entscheiden. Die FDP hält ihr langfristiges Ziel von zwei Regierungssitzen zwar aufrecht, will eine zweite Kandidatur aber nur dann lancieren, falls es ausserhalb des bürgerlichen Lagers zu einer Vakanz kommt – etwa wenn parteilose oder mitte-nahe Amtsinhaber nicht mehr antreten.