Vernetzung spielt eine wichtige Rolle: Lehren aus der Weltmeisterschaft 2026, die Spanien für 2030 berücksichtigen sollte - eine Studie von GSMA Intelligence

30.07.2026

MADRID, 30. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 verwandelte Stadien, Flughäfen, Austragungsorte und Fanzonen in den USA, Kanada und Mexiko in bedeutende Testumgebungen für Telekommunikationsnetze. Die neue Studie von GSMA Intelligence „Weltmeisterschaft 2026: Sind die Netzbetreiber die entscheidenden Akteure?" beleuchtet die Rolle der Telekommunikationsbetreiber und zeigt auf, welche Lehren für zukünftige Turniere gezogen werden können.

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Laut GSMA Intelligence ist Vernetzung mittlerweile ein fester Bestandteil sowohl des Fanerlebnisses als auch der Veranstaltungsabläufe, vom Zugriff auf Inhalte über die Orientierung in den Austragungsstädten bis hin zu Übertragung, Sicherheit und Schiedsrichterwesen.

Der Bericht hebt hervor, wie die Betreiber die Netze in Stadien, Flughäfen und Austragungsstädten durch zusätzliche 5G- und WLAN-Infrastrukturen sowie Kapazitätserweiterungen gestärkt haben. Außerdem wird darin auf die Rolle von 5G Standalone, privaten Netzwerken, Edge-Computing und dem Internet der Dinge (IoT) bei der Unterstützung kritischer Dienste während großer Sportveranstaltungen hingewiesen.

Vom vernetzten Stadion bis zum umfassenden Fanerlebnis

In dem Bericht wird erwähnt, dass sich die Möglichkeiten für die Betreiber über folgende Aspekte hinaus erstreckten:

  • Reise-eSIMs: Laut der „2025 Global Consumer Survey" von GSMA Intelligence nutzten 12 % der Verbraucher, die in den vergangenen 12 Monaten ins Ausland gereist waren, im Ausland eine eSIM. Davon nutzten mehr als 70 % eine Reise-eSIM. 
  • Erfahrungsbasierte Tarife: 45 % der Mobilfunkvertragskunden interessieren sich für leistungsabhängige Tarife.
  • Netzwerkbasierte Dienste: Der Bericht hebt den Live-Übersetzungsdienst von T-Mobile US als Beispiel für einen netzwerkbasierten Dienst hervor, der Übersetzungen in Echtzeit liefert, ohne dass eine App oder spezielle Gerätehardware erforderlich ist.

Die von US-Netzbetreibern separat veröffentlichten Zahlen liefern Einblicke in den Bedarf an Internetverbindungen während der Weltmeisterschaft. Verizon meldete Datenvolumen von fast 500 TB in den Stadien, darunter 29,2 TB während des Endspiels, wobei der Upload-Verkehr zur Halbzeit um fast 70 % anstieg. AT&T bewältigte in den US-Ausrichtungsstädten fast ein Petabyte und gewährleistete dabei eine Netzwerkzuverlässigkeit von über 99 %.

Ein Richtwert für spanische Stadien und Städte

Der GSMA Intelligence Report beleuchtet die Herausforderungen, denen sich künftige Austragungsorte stellen müssen.

„Die wichtigste Erkenntnis aus der Weltmeisterschaft 2026 ist, dass künftige Gastgeber die Netzanbindung nicht ausschließlich als eine Frage der Kapazität betrachten sollten. Der wahre Wert liegt darin, eine Infrastruktur zu konzipieren, die kritische Dienste gewährleistet, die Fans während ihres gesamten Aufenthalts unterstützt und den Städten auch nach Ende des Turniers weiterhin zugutekommt, während gleichzeitig Möglichkeiten erkannt werden, wertvolle Dienste über die reine Konnektivität hinaus zu bieten. Für Spanien eröffnet das Jahr 2030 die Chance, Investitionen in das Netz zu einem dauerhaften Gewinn für weitere Großveranstaltungen und für die digitale Wirtschaft zu machen", sagte Peter Jarich, Leiter von GSMA Intelligence.

Lesen Sie die vollständige Pressemitteilung sowie den Bericht.

 

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Bundesrat zieht rote Linie im Schulunterricht: Landessprachen werden zur Bundesaufgabe

15.06.2026

Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.

Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.

Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».

Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.

Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.