AV-Comparatives veröffentlicht die Ergebnisse seines Business-Security-Tests für den Zeitraum März bis Juni 2026, da Ransomware- und Lieferkettenangriffe weiterhin Unternehmen jeder Größe beeinträchtigen
INNSBRUCK, Österreich, 15. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Als Hacker mit Verbindungen zum Iran im März 2026 in das System des Medizintechnikherstellers Stryker eindrangen, benötigten sie keinen ausgeklügelten Zero-Day-Exploit, um Chaos zu verursachen. Sobald sie sich Zugang verschafft hatten, lösten sie gleichzeitig Werksrücksetzungen auf mehr als 200.000 Unternehmensgeräten in 79 Ländern aus, wodurch die Auftragsabwicklung, die Produktion und der Versand tagelang zum Erliegen kamen. Zwei Monate später bestätigte Foxconn, dass die Ransomware-Gruppe „Nitrogen" angeblich 8 Terabyte an Daten aus seinen nordamerikanischen Werken gestohlen hatte, darunter Projektdateien, die mit großen Kunden aus der Technologiebranche in Verbindung standen. Das sind keine Einzelfälle. Sie sind Teil des ersten Halbjahres 2026, in dem Unternehmen aus den Bereichen Fertigung, Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung und Finanzwesen jeder Größe betroffen waren – oft durch einen einzigen kompromittierten Endpunkt oder einen vertrauenswürdigen Dritten.
Vor diesem Hintergrund hat AV-Comparatives, das unabhängige Testinstitut mit Sitz in Österreich, die Ergebnisse seines Business-Security-Tests für den Zeitraum März bis Juni 2026 veröffentlicht, bei dem 16 führende Endpoint-Security-Produkte unter realistischen Bedingungen bewertet wurden.
Was wurde getestet?
Im Rahmen der „Business Main"-Testreihe wurde untersucht, wie gut die einzelnen Produkte Live-Malware-Angriffen standhielten, denen sie bei der alltäglichen Internetnutzung ausgesetzt waren, sowie bereits vorhandener Malware, die über Datenträger oder das Netzwerk eingeschleust wurde, und Fehlalarmen sowohl bei gängiger Unternehmenssoftware als auch bei nicht geschäftlichen Anwendungen. Im Rahmen eines speziellen Leistungstests wurde zudem gemessen, wie sich die einzelnen Produkte bei alltäglichen Aufgaben wie dem Kopieren von Dateien, der Archivierung, dem Starten von Anwendungen und dem Surfen im Internet auf die Systemgeschwindigkeit auswirken.
Es nahmen sechzehn Aussteller teil: Avast, Bitdefender, Cisco, CrowdStrike, Elastic, ESET, G Data, K7, Kaspersky, ManageEngine, Microsoft, Norton, SenseOn, Sophos, Trellix und VIPRE.
Wichtigste Ergebnisse
In 400 realen Testfällen, die zwischen März und Juni erfasst wurden, erreichten Kaspersky, Bitdefender und Elastic jeweils eine Schutzrate von 99,8 % – das beste Ergebnis in dieser Runde. Im speziellen Malware-Schutz-Test, bei dem 1.000 aktuelle Malware-Beispiele verwendet wurden, erzielte Elastic eine perfekte Erkennungsrate von 100 %, dicht gefolgt von Avast und Norton mit 99,8 %. Bei jedem einzelnen getesteten Produkt wurden bei gängiger Unternehmenssoftware keinerlei Fehlalarme verzeichnet – ein Ergebnis, das für IT-Administratoren ebenso wichtig ist wie die reinen Erkennungszahlen.
Was die Systemleistung angeht, wiesen ESET und Kaspersky die niedrigsten Auswirkungswerte im gesamten Vergleichsfeld auf, was bedeutet, dass die tägliche Arbeit auf einem geschützten Rechner kaum beeinträchtigt wurde, während mehrere EDR-Plattformen der Enterprise-Klasse, die auf größere Unternehmen ausgerichtet sind, zugunsten umfassenderer Untersuchungsmöglichkeiten gewisse Einbußen bei der Geschwindigkeit in Kauf nahmen.
Fünfzehn der sechzehn getesteten Produkte erfüllten die strengen Kriterien für die Auszeichnung „AV-Comparatives Approved Business Product Award" für Juli 2026: Avast, Bitdefender, Cisco, CrowdStrike, Elastic, ESET, G Data, K7, Kaspersky, ManageEngine, Microsoft, Norton, SenseOn, Trellix und VIPRE. Um sich zu qualifizieren, musste ein Produkt im Malware-Schutz-Test mindestens 90 % erreichen, ohne Fehlalarme bei Unternehmenssoftware, im viermonatigen Real-World-Schutz-Test mindestens 90 % erzielen, weniger als fünfzig Fehlalarme bei jeglicher virenfreier Software oder Website aufweisen und nur akzeptable Auswirkungen auf die Systemleistung haben.
Warum das gerade jetzt wichtig ist
„Die Vorfälle bei Stryker und Foxconn in diesem Jahr machen deutlich, dass es selten eines ausgefallenen Angriffs bedarf, um einen Betrieb zum Erliegen zu bringen. Schon ein einziger ungeschützter Endpunkt oder ein Sicherheitsprodukt, das etwas übersieht, was es eigentlich erkennen sollte, kann ausreichen", sagte Andreas Clementi, Geschäftsführer von AV-Comparatives. „Unser Business Security Test wurde genau zu diesem Zweck entwickelt: um IT-Entscheidungsträgern – von kleinen Unternehmen ohne eigenes Sicherheitsteam bis hin zu großen Konzernen mit voll ausgestatteten Security Operations Centern – eine unabhängige, faktenbasierte Antwort auf eine sehr praktische Frage zu geben: „Schützt dieses Produkt mein Unternehmen tatsächlich, ohne dabei die Arbeit zu behindern?"
Der Bericht befasst sich zudem mit einer Frage, mit der sich viele Organisationen derzeit auseinandersetzen: Ob es sich lohnt, Zero-Trust-Funktionen auf den Arbeitsplätzen im Tagesgeschäft zu aktivieren. Die Analyse von AV-Comparatives kommt zu dem Ergebnis, dass solche Funktionen zwar gut für streng kontrollierte Umgebungen wie Kiosksysteme geeignet sind, bei Standard-Geschäftscomputern jedoch häufig mehr Verwaltungsaufwand und Beeinträchtigungen für die Benutzer mit sich bringen als Nutzen. Bei diesen Geräten können integrierte Windows-Schutzmaßnahmen wie die Regeln zur Reduzierung der Angriffsfläche (Attack Surface Reduction) und der kontrollierte Ordnerzugriff (Controlled Folder Access) ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bieten.
Der vollständige Bericht mit detaillierten Ergebnissen, Produktbeschreibungen und einer Vergleichstabelle der Funktionen ist unter
https://av-comparatives.org/tests/business-security-test-2026-march-june verfügbar.
Informationen zu AV-Comparatives
AV-Comparatives ist die führende unabhängige Testorganisation für Cybersicherheit und bewertet Sicherheitslösungen, die sich weit über die herkömmliche Antiviren-Software hinaus entwickelt haben. Unsere systematischen Tests bewerten modernen Endpunktschutz, Bedrohungserkennung und mobile Sicherheit für PC, Mac, Android und IoT-Geräte. Mit einer der weltweit relevantesten und ausgefeiltesten Bedrohungssammlungen schaffen wir reale Testumgebungen für eine umfassende Bewertung. Die Testergebnisse sind weltweit frei zugänglich, und die Zertifizierung von AV-Comparatives ist ein weltweit anerkanntes Gütesiegel für nachgewiesene Cybersicherheitsleistung.

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Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.
Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.
Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.
Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.
Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.