Staatschefsdiplomatie fördert stabile und langfristige chinesisch-nordkoreanische Beziehungen

09.06.2026

PEKING, 9. Juni 2026 /PRNewswire/ -- ein Bericht von CMG

Autor: Zheng Jiyong, Dekan des Instituts für Länder- und Regionalstudien an der Fremdsprachenuniversität Tianjin (Auszug)

Neulich hat der chinesische Staatspräsident Xi Jinping Nordkorea einen Staatsbesuch abgestattet. Dies ist nicht nur eine klare Repräsentation der traditionellen chinesisch-nordkoreanischen Freundschaft, sondern auch eine systematische Planung für die Richtung der Entwicklung der bilateralen Beziehungen in der neuen Ära.

Während seines Besuches erwähnte Xi Jinping zwei Schlagwörter: „Top-Design" und „strategische Anleitung". Die Entwicklung der chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen ist nicht nur eine Fortsetzung der traditionellen Freundschaft, sondern auch eine Umwandlung der historischen Freundschaft in eine pragmatische Kooperation, des gegenseitigen politischen Vertrauens in eine systematische Anordnung und der beiderseitigen Übereinkünfte in konstruktive Kräfte für die regionale Stabilität.

Angesichts der Veränderungen der internationalen Situation betonte Xi: „Drei Aspekte werden unverändert bleiben." Der feste Standpunkt zur Beachtung der traditionellen bilateralen Freundschaft bleibe unverändert. Die unerschütterliche Unterstützung für die sozialistischen Aufgaben Nordkoreas bleibe unverändert. Die unbeirrte Entschlossenheit zur Wahrung der gemeinsamen Interessen beider Seiten sowie einer guten strategischen Umgebung bleibe unverändert.

Dies bedeutet, dass die chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen sich nicht aufgrund von äußerem Druck auf kurzfristige Interessen konzentrieren, sondern eine langfristige strategische Wahl auf der Basis der gemeinsamen Geschichte, gemeinsamen Interessen, gemeinsamen Sicherheit und gemeinsamen Entwicklung sind.

Kim Jong-un sagte, die Festigung und Entwicklung der nordkoreanisch-chinesischen Freundschaft in der neuen Ära sei eine Wahl der Bevölkerungen und ein Anspruch der Zeit. Sie sei „Nordkoreas stets unveränderte strategische Wahl und unbeirrter strategischer Wille". Der Ausbau der bilateralen Beziehungen sei Nordkoreas „wichtigste strategische Aufgabe".

Wie Xi Jinping erklärte, würden die Beziehungen mit der Zeit immer weiter gefestigt und die wahre Freundschaft werde durch Schwierigkeiten immer weiter verstärkt.

Das Gespräch der beiden Staatschefs hat eine festere politische Grundlage, Kooperationsgrundlage und strategische Grundlage für die stabilen und langfristigen chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen in der neuen Ära gelegt.

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Schweiz stimmt über Bevölkerungsdeckel ab – Freizügigkeit mit der EU unter Druck

15.06.2026

In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.

Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.

Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.

Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.