BARCELONA, Spanien und MAISONS-LAFFITTE, Frankreich, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Semidynamics, ein Advanced Computing-Unternehmen, das speicherzentrierte KI-Infrastrukturen für Inferenzen im großen Maßstab entwickelt, und SiPearl, der europäische Fabless-Entwickler von energieeffizienten Hochleistungs-CPUs für Supercomputing, KI und Rechenzentren, sind eine strategische Partnerschaft eingegangen, um eine europäische KI-Rechenplattform im Rack-Scale-Format für groß angelegte KI-Inferenzen in der Cloud zu entwickeln.

Die beiden Unternehmen haben ein gemeinsames Ziel: eine souveräne, energieeffiziente Hochleistungs-Rechenlösung anzubieten, die in der Lage ist, wichtige europäische Initiativen, sowohl öffentliche als auch private, zu unterstützen, darunter die strategischen EU-Initiativen „AI Factory" und „Giga Factory". Semidynamics und SiPearl werden ihre Marketing- und Vertriebsbemühungen koordinieren, um gemeinsam europäische Beschaffungsmöglichkeiten zu verfolgen.
Ihre Plattform soll die wichtigsten europäischen Technologien zusammenführen. Die Arm®-basierte CPU von SiPearl wird allgemeine Rechen-, Orchestrierungs- und Datenebenen-Hostingfunktionen bereitstellen, während der RISC-V-basierte GPU/AI-Inferenz-ASIC von Semidynamics als Hauptbeschleuniger für KI-Inferenz-Workloads fungieren und eine zukünftige Leistungsskalierung ermöglichen wird. Die Unternehmen gehen davon aus, dass sie ein System im Rack-Scale-Format anbieten werden, das die von führenden globalen KI-Plattformen erwartete Dichte aufweist. Das Rack-Design basiert auf Open Compute Project (OCP)-Standards, welche die Interoperabilität und die Anpassung an etablierte Cloud- und Rechenzentrumsinfrastrukturpraktiken unterstützen.
Im Mittelpunkt dieser Zusammenarbeit steht die technologische Souveränität Europas. Da die wichtigsten Rechnerkomponenten, einschließlich CPU und Beschleuniger, in Europa entwickelt werden, trägt die Plattform langfristig zur Stärkung der regionalen Kapazitäten bei und verringert die Abhängigkeit von außereuropäischen „Full-Stack"-Ökosystemen.
Sowohl für Semidynamics als auch für SiPearl war die Energieeffizienz schon immer eine wichtige Priorität bei der Entwicklung. Die Plattform bietet ein hervorragendes Leistungsverhältnis pro Watt und hilft Kunden, ihre Betriebskosten zu senken, Nachhaltigkeitsanforderungen zu erfüllen und die Gesamtbetriebskosten zu reduzieren.
Die Architektur der Plattform wird für Cloud-Bereitstellungen mit hohem Durchsatz und hoher Zuverlässigkeit ausgelegt sein. Sie eignet sich daher ideal für Inferenzserver-Cluster in Unternehmen und moderne KI-Dienste, die eine konsistente, umfangreiche Verarbeitungsleistung erfordern. Zu den Zielanwendungen gehören: KI-Inferenz in der Cloud, insbesondere der Einsatz von LLMs und RAG-Pipelines (Retrieval-Augmented Generation); Inferenz im Unternehmensmaßstab in Bereichen wie Kundenservice-Automatisierung und industrielle Analysen; souveräne Workloads im öffentlichen Sektor, bei denen Datenkontrolle und Autonomie entscheidend sind.
Im Rahmen der Zusammenarbeit wird SiPearl in einer ersten Iteration seine Arm®-basierte CPU-Technologie und die Plattformunterstützung für Host-Computing und Orchestrierung bereitstellen, während Semidynamics seinen RISC-V-basierten GPU/AI-Inferenz-ASIC, die Beschleunigerbefähigung und das Design des Gehäuses und der Rack-Lösung, die beide Technologien integriert, bereitstellt. In einem zweiten Schritt werden weitere Integrationen auf Chiplets-Ebene offengelegt. Die Unternehmen werden gemeinsam die Referenzarchitektur, die Marketingmaterialien und die Beantwortung der koordinierten Ausschreibung verwalten.
„SiPearl freut sich sehr, dass die jahrelange Arbeit im Rahmen der European Processor Initiative und des EU-Ökosystems für souveräne Technologien mit dieser Plattform nun Früchte trägt. „Dies verdeutlicht die systematischen Fortschritte, die Semidynamics und SiPearl sowohl individuell als auch gemeinsam erzielt haben, und wird die Stärken beider Unternehmen – CPU und Beschleunigertechnologie – eindrucksvoll demonstrieren",sagte Philippe Notton, CEO und Gründer von SiPearl.
„Wir freuen uns, mit SiPearl zusammenzuarbeiten und eine europäische CPU als Teil unserer KI-Inferenzplattform anzubieten", sagte Roger Espasa, CEO von Semidynamics. „Die Kombination der Hochleistungs-CPU von SiPearl mit der RISC-V-basierten GPU/AI-Inferenztechnologie von Semidynamics eröffnet Europa einen glaubwürdigen Weg zu einer souveränen KI-Infrastruktur im Rack-Scale-Format, die auf einer von Europa kontrollierten Computing-Infrastruktur aufbaut", sagte Roger Espasa, CEO von Semidynamics.
Informationen zu SiPearl
SiPearl ist ein europäischer Fabless-Entwickler von sicheren, energieeffizienten Hochleistungs-CPUs für souveräne HPC-, KI- und Rechenzentren. Die CPUs des Unternehmens werden dazu beitragen, strategische Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, medizinische Forschung, Energie, Klima und Technik mit einem geringeren ökologischen Fußabdruck zu bewältigen.
SiPearls CPU der ersten Generation, Rhea1, verfügt über 80 Arm Neoverse V1-Kerne mit 61 Milliarden Transistoren und befindet sich derzeit in der Fertigung. Die CPUs von SiPearl werden in den ersten beiden europäischen Exascale-Supercomputern der EuroHPC JU zum Einsatz kommen: Rhea1 wird in die JUPITER-Maschine in Deutschland integriert und Rhea2 wird Teil von Alice Recoque in Frankreich sein.
SiPearl wird von der Europäischen Union und Frankreich unterstützt und beschäftigt 200 Mitarbeitende in Frankreich, Spanien und Italien. Nach einer Serie A-FInanzierungsrunde mit einem Volumen von 130 Millionen Euro hat das Unternehmen nun seine Serie-B-Runde gestartet.
SiPearl – Medienkontakt:
Marie-Anne Garigue, Head of Communications: +33 6 09 05 87 80 – marie-anne.garigue@sipearl.com
Grégory Bosson, Senior Communication Officer: + 33 6 60 75 71 61 – gregory.bosson@sipearl.com
Informationen zu Semidynamics
Semidynamics hat seinen Hauptsitz in Barcelona und ist ein Unternehmen für fortschrittliche Rechentechnologien, das speicherzentrierte KI-Infrastruktur entwickelt. Mit einem Team aus mehr als 150 Ingenieuren und Fachkräften entwickelt das Unternehmen firmeneigene Siliziumarchitekturen und vertikal integrierte Systeme, die für KI-Inferenz-Workloads im großen Maßstab optimiert sind.
Semidynamics bedient ein globales Ökosystem aus Partnern und Kunden und agiert im Einklang mit den geltenden Exportkontrollen und internationalen Handelsvorschriften.
Weitere Informationen finden Sie auf: www.semidynamics.com.
Foto – https://mma.prnewswire.com/media/2974830/Semidynamics_SiPearl.jpg
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Semidynamics – Medienkontakt:
David Harold, PR Manager: david.harold@eu.semidynamics.com
Laura Batlle, Communications Manager: laura.batlle@semidynamics.com
Postauto treibt den Einsatz autonomer Fahrzeuge in der Ostschweiz voran und bereitet nach eigenen Angaben Europas grösstes Robo-Taxi-Netz vor. Das Bundesamt für Strassen (Astra) hat dem Unternehmen eine Ausnahmebewilligung erteilt, damit die speziell ausgerüsteten E-Autos im St. Galler Rheintal sowie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden automatisch verkehren dürfen. Seit dem 1. Juni sind die Fahrzeuge in einem rund 80 Quadratkilometer grossen Gebiet unterwegs – vorerst noch zu Testzwecken und mit Sicherheitsfahrerinnen und -fahrern an Bord.
Herzstück des Projekts ist die Flotte von bis zu 25 sogenannten "AmiGo"-Fahrzeugen, die im Endausbau mit Automatisierungsgrad Level 4 fahren sollen. Postauto kooperiert dafür mit Apollo Go, der Robotaxi-Sparte des chinesischen Technologiekonzerns Baidu. Die Fahrzeuge werden im typischen Postauto-Gelb lackiert und elektrisch betrieben. Während der Testphase dürfen die Sicherheitsfahrer ihre Hände vom Lenkrad nehmen; sie können jedoch jederzeit eingreifen, wenn die Situation es erfordert – etwa an unübersichtlichen Verzweigungen oder bei forsch auftretendem Gegenverkehr.
Im Alltagstest auf einer festgelegten Route in Altstätten (SG) zeigt sich das System laut Projektbeteiligten bereits weitgehend stabil, auch wenn der Fahrkomfort in Kurven noch nicht an einen menschlichen Chauffeur heranreicht. Auffällig ist das sehr defensive Verhalten, etwa vor Fussgängerstreifen, wo das Fahrzeug früh abbremst, selbst wenn sich Personen noch in einiger Entfernung befinden. Gesteuert wird der Betrieb zusätzlich aus einer Leitstelle, in der Operatorinnen und Operatoren die Fahrten überwachen und bei Bedarf aus der Ferne eingreifen können.
Der reguläre Betrieb mit fahrerlosen Fahrzeugen ist ab 2027 vorgesehen. Postauto plant, dass Fahrgäste in der Region ihre autonome Fahrt dann probeweise per App buchen können. Astra-Direktor Jürg Röthlisberger sieht im automatisierten Fahren eine grosse Chance und spricht dem Projekt das Potenzial eines "Gamechangers" zu. Es ist nicht der erste Versuch mit selbstfahrenden Fahrzeugen in der Schweiz, aber nach Umfang und Einsatzgebiet der bislang weitreichendste. Die Technologie soll schrittweise verfeinert und insbesondere für ländliche Regionen erprobt werden, in denen flexible, bedarfsgesteuerte Angebote die bestehende Grunderschliessung ergänzen könnten.