Seaspan und Maersk steigern die Flotteneffizienz durch ein strategisches Programm zur Modernisierung der Schiffe

08.07.2026

SINGAPUR, 8. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Seaspan Corporation Pte. Ltd. (Seaspan), ein führender unabhängiger Eigentümer und Betreiber von Schiffen, hat eine vertiefte strategische Zusammenarbeit mit A.P. angekündigt. Moller – Maersk (Maersk), ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich integrierter Logistik und Containerschifffahrt, konzentrierte sich auf die Steigerung der Effizienz seiner zeitgecharterten Flotte.

Signing of the Memorandum of Cooperation on Decarbonization

Aufbauend auf einer mehr als 20-jährigen vertrauensvollen Partnerschaft treiben die beiden Unternehmen ein umfassendes Programm zur Steigerung der Schiffseffizienz bei 18 Schiffen voran, die langfristig an Maersk verchartert sind. Das Programm zielt darauf ab, messbare Verbesserungen in den Bereichen Kraftstoffeffizienz, Ladekapazität, betriebliche Flexibilität und Emissionsminderung zu erzielen.

Als zentrale Initiative haben die Partner gemeinsam hochwirksame Nachrüstungslösungen für vier 13.000-TEU-Schiffe entwickelt, was eines der bedeutendsten Modernisierungsprogramme für die gemeinsame Zeitcharterflotte von Seaspan und Maersk darstellt.

Die Nachrüstlösung umfasst den Einbau eines Wellengenerators zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs der Hilfsmotoren, eine Leistungsoptimierung der Hauptmaschine, einen neuen hocheffizienten Propeller und eine Vorwirbelvorrichtung zur Verbesserung des Antriebseffizients sowie die Vorbereitung auf die CO₂-Abscheidung, um das Schiff für künftige Emissionsvorschriften gerüstet zu machen. Zudem wird die Zurrbrücke angehoben, um die Ladekapazität zu erhöhen, und die Tragfähigkeit wird gesteigert, um die Beladungsfähigkeit zu verbessern. Insgesamt sollen diese Nachrüstungsmaßnahmen die Slot-Kosten des Schiffes um etwa 10–13 % senken und gleichzeitig die Treibstoffeffizienz, die Betriebsleistung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften verbessern.

Bis heute belaufen sich die bereits getätigten und geplanten Investitionen in die Modernisierung der Flotte der 18 Schiffe auf insgesamt rund 75 Millionen US-Dollar; weitere Maßnahmen zur Förderung der fortgesetzten Dekarbonisierung und zur Steigerung der Leistungsfähigkeit befinden sich derzeit in der Entwicklung.

Unabhängig davon hat WattSpan – ein strategischer Joint-Venture-Partner von Seaspan im Bereich maritime Technologie und Ingenieurwesen, der sich auf Lösungen für Schiffsleistung, Energieeffizienz und Dekarbonisierung konzentriert – gemeinsam mit Maersk und COSCO Shipyard eine unverbindliche Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die einen einjährigen Rahmen für die Zusammenarbeit bei Schiffsmodernisierungen, Verbesserungen der Energieeffizienz sowie Technologien zur Dekarbonisierung der Schifffahrt. Zu den Initiativen gehören unter anderem die gemeinsame Entwicklung, der Informationsaustausch und die künftige Durchführung von Projekten im Rahmen separater kommerzieller Vereinbarungen.

„Diese Partnerschaft spiegelt genau die Art von praxisorientierter, wirkungsvoller Zusammenarbeit wider, die erforderlich ist, um die Dekarbonisierung in der gesamten Schifffahrtsbranche voranzutreiben", sagte Dimitrios Panagopoulos, Chief Fleet Operations Officer bei Seaspan. „Durch die enge Zusammenarbeit mit Maersk, WattSpan und COSCO Shipyard bündeln wir technisches Fachwissen, betriebliche Erfahrung und langfristige Investitionen, um die Leistungsfähigkeit unserer Schiffe heute zu verbessern und gleichzeitig unsere Flotte auf die Kraftstoffe und Technologien der Zukunft vorzubereiten." „Dies ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie vertrauensvolle Partnerschaften in großem Maßstab bedeutende Fortschritte bewirken können."

Anda Cristescu, Leiterin der Bereiche Chartering und Neubau bei Maersk, fügte hinzu: „Seaspan ist seit vielen Jahren ein geschätzter Partner und ein wichtiger Anbieter von Tonnage für die Maersk-Flotte." „Durch die enge Zusammenarbeit mit Seaspan wollen wir Modernisierungsmaßnahmen an unseren Schiffen umsetzen, die die Treibstoffkosten senken, die Treibhausgasemissionen verringern und die Ladekapazität erhöhen – all dies trägt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Flotte zu steigern."

Über die Seaspan Corporation Pte. Ltd. 

Seaspan ist der weltweit führende Eigentümer und Betreiber von Schiffen und konzentriert sich auf langfristige, festverzinsliche Charterverträge mit den weltweit bedeutendsten Reedereien. Zum 31. März 2026 bestand die operative Flotte von Seaspan aus 247 Schiffen, pro forma unter Berücksichtigung noch nicht ausgelieferter Neubauten (einschließlich zweier sehr großer Ethan-Tanker und vier Schiffe mit offenem Laderaum und Portalkran, die im April 2026 unter Vertrag genommen wurden), mit einer Gesamtflottenkapazität von rund 2,5 Millionen TEU bei vollständiger Auslieferung.

Über A.P. Moller Maersk

A.P. Moller – Maersk ist ein integriertes Logistikunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Lieferketten seiner Kunden zu vernetzen und zu vereinfachen. Als weltweit führender Anbieter von Logistikdienstleistungen ist das Unternehmen in mehr als 130 Ländern tätig und beschäftigt rund 100.000 Mitarbeiter.

Seaspan Corporation Logo

 

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Hormus-Blockade vor möglichem Ende – Branche bleibt dennoch skeptisch

15.06.2026

Die Einigung zwischen den USA und dem Iran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Iran-Kriegs sorgt in der Handelsschifffahrt für vorsichtige Erleichterung. Besonders im Fokus steht die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seepassagen für den weltweiten Öl- und Flüssiggas-Handel. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar ist die Meerenge weitgehend blockiert, zahlreiche Handelsschiffe sitzen im Persischen Golf fest. Nun soll die Passage nach der geplanten Unterzeichnung des Abkommens wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass die Straße von Hormus nach dem Abschluss der Vereinbarung wieder für den Verkehr freigegeben werden solle. Die Unterzeichnung ist für Freitag in Genf vorgesehen. Für die deutsche Handelsschifffahrt wäre dies ein entscheidender Schritt zur Normalisierung. „Die Signale aus den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran machen auch der Schifffahrt Hoffnung“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR). Zugleich mahnte er, es müsse sich erst zeigen, ob die Passage dauerhaft sicher befahrbar sein werde. Man sei „vorsichtig optimistisch“.

Die Branche hat allen Grund, auf rasche Entspannung zu hoffen. Nach Angaben des VDR sitzen aktuell noch 46 Schiffe deutscher Reedereien mit rund 1.000 Seeleuten im Persischen Golf fest. Die Blockade der Meerenge trifft nicht nur die Reedereien, sondern bremst den globalen Energiehandel. Die UN-Sonderorganisation für Seeschifffahrt (IMO) begrüßte die Einigung ausdrücklich. Seit Ausbruch des Konflikts wurden der IMO zufolge 46 Angriffe auf Handelsschiffe in der Region bestätigt, bei denen 14 Seeleute ums Leben kamen.

Trotz der diplomatischen Fortschritte sehen Branchenverbände die Lage in der Region weiter kritisch. Der internationale Schifffahrtsverband Bimco bewertet die Sicherheitslage in der Straße von Hormus auch nach Bekanntwerden des Rahmenabkommens als instabil. Eine Durchfahrt bleibe sehr riskant, heißt es aus dem Verband. Für Reeder und Charterer stellt sich damit die Frage, wie schnell und in welchem Umfang sie ihre Routen wieder über die Meerenge führen können – oder ob Ausweichrouten zumindest mittelfristig bestehen bleiben müssen.

Für den Moment überwiegt in der Schifffahrt die Hoffnung, dass die geplante Vereinbarung in Genf die Voraussetzungen für eine nachhaltige Entspannung an einem der neuralgischsten Punkte des globalen Seehandels schafft. Ob und wie schnell sich die Zahl der festliegenden Schiffe reduziert und sich die Risikoeinschätzungen der Versicherer und Verbände anpassen, dürfte entscheidend dafür sein, wann sich der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder weitgehend normalisiert.