SANY erweitert globales Portfolio intelligenter Geräte mit elektrischen, autonomen und KI-gestützten Lösungen

08.05.2026

SHANGHAI, 8. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Die SANY-Gruppe hat ihren 1000. Elektrobagger auf den Markt gebracht und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Elektrifizierung der Branche gemacht. Die ferngesteuerten 5G-Bagger sind nun kommerziell im Einsatz, die unbemannte Straßenwalzenflotte wurde in Betrieb genommen, und die integrierten intelligenten Lösungen für Häfen und Bergwerke sind nun in Betrieb. Mit jährlichen F&E-Ausgaben von mehr als 6 Milliarden RMB beschleunigt SANY seinen Wandel von einem traditionellen Hersteller zu einem auf Robotik und KI fokussierten Unternehmen.

Für SANY geht es bei der Aufrüstung von Geräten nicht nur um den Wechsel von Stromquellen, sondern auch um die Weiterentwicklung von Elektrifizierung und Intelligenz. Die Elektrifizierung führt zu geringeren Emissionen, höherer Effizienz und niedrigeren Betriebskosten. Intelligenz, einschließlich Fernsteuerungstechnologie, ist eine Antwort auf zwei zentrale Herausforderungen der Industrie: die Sicherheit des Bedieners und die physikalischen Grenzen der Maschinen vor Ort.

Im traditionellen Baugewerbe ist man in hohem Maße auf Bediener vor Ort angewiesen, wodurch die Arbeiter gefährlichen Bedingungen ausgesetzt sind. Frühe Fernsteuerungslösungen litten unter schlechten Benutzererfahrungen und instabilen Verbindungen, was die Skalierbarkeit in realen Anwendungen einschränkte. Um diese Probleme anzugehen, hat SANY fast ein Jahrzehnt in Forschung und Entwicklung investiert und den SY550HD auf den Markt gebracht, einen 5G-ferngesteuerten Bagger, der niedrige Latenzzeiten, hohe Präzision und intelligente Sicherheit in einer kommerziell nutzbaren Lösung vereint.

  • Niedrige Latenzzeit und Fernsteuerung: Während die typische Ende-zu-Ende-Latenz zwischen 120 und 180 ms liegt, verwendet SANY 5G- und KI-Algorithmen, um stabile 120–140 ms zu erreichen. Dies ermöglicht die Steuerung in Echtzeit aus einer Entfernung von bis zu 8.500 km, wodurch Verzögerungen und Kommandoverzögerungen reduziert werden. Der SY550HD arbeitet mit öffentlichen, privaten oder hybriden Netzwerken und unterstützt den überregionalen Fernbetrieb über verschiedene Netzwerktypen hinweg.
  • Hohe Präzision: Die firmeneigenen 3D-Bewegungs- und Tiefensensortechnologien von SANY in Kombination mit einem intelligenten Beladungsassistenzsystem stellen die Betriebsbedingungen vor Ort nach und bieten dem Bediener ein situationsbezogenes Bewusstsein. Mit dieser 3D-Raumwahrnehmung können Bediener komplexe Umgebungen genau einschätzen und millimetergenaue Operationen durchführen – geeignet für Minen, abgelegene Einsatzorte und Notfall-Szenarien.
  • Intelligente Sicherheit: Mehrdimensionale Sensoren und KI-Algorithmen ermöglichen ein digitales Schutzsystem, das innerhalb von Millisekunden reagiert, einschließlich Personenerkennung, intelligenter Kollisionsvermeidung und Überwachung des Gerätezustands. Auf der Systemebene sammelt die Maschine autonom Punktwolkendaten und Live-Videos und unterstützt die Umgebungserfassung, Risikoerkennung und Aufgabenanpassung. So entsteht ein Betriebsmodell, bei dem die Maschinen die Wahrnehmung übernehmen, der Mensch die Kontrolle behält und entfernte Systeme die Ausführung koordinieren.

Mit Blick auf die Zukunft wird SANY die Ausgaben für Forschung und Entwicklung weiter erhöhen, wobei der Schwerpunkt auf Kernkomponenten für elektrische Antriebe, KI-gestützte Operationen, unbemanntes Bauen, digitale Plattformen und integrierte Bergbauausrüstung liegt. Ziel ist die Vervollständigung des intelligenten Produktportfolios und die Ausweitung der kommerziellen Nutzung in großem Maßstab.

Video – https://www.youtube.com/watch?v=vsS7_x3p1BA

Logo – https://mma.prnewswire.com/media/2770994/SANY_LOGO_Logo.jpg

 

 

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.