Die beabsichtigte Transaktion vereint zwei der weltweit führenden Akteure der Reisebranche und treibt den vernetzten Bahnverkehr weltweit voran
BERLIN, 21. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Die Omio Group, das weltweit führende Unternehmen für multimodale Reisen, hat bekannt gegeben, eine Vereinbarung zur Übernahme von Rail Europe, der weltweit renommierten Vertriebsplattform für Bahnreisen, getroffen zu haben.
Nach Abschluss der Transaktion wird Rail Europe Teil der Omio Group und ergänzt damit die B2C-Buchungsplattform von Omio, das B2B-Vertriebsgeschäft sowie die Travel-Discovery-Marke Rome2Rio. Mit der Erweiterung um Rail Europe würde die Omio Group (OG) jährlich 22 Millionen Zugtickets verkaufen, mit über 28.000 Verkehrsunternehmen und Reisevermittlern zusammenarbeiten und das weltweit umfassendste Angebot im Bereich des Landverkehrs bereitstellen.
Rail Europe würde weiterhin unter seiner etablierten Marke auftreten und sowohl B2B-Partner als auch Reisende bedienen. Gleichzeitig würde das Unternehmen von der technologischen Infrastruktur, den Plattformfähigkeiten und dem multimodalen Angebot der Omio Group profitieren. Durch die geplante Übernahme erhält Omio Zugang zum globalen Netzwerk von Rail Europe mit Reisebüros und Verkehrsanbietern in mehr als 70 Ländern sowie mehr als 90 Jahren Erfahrung im Schienenverkehr und der etablierten internationalen Verbrauchermarke Rail Europe. Dadurch würde die Omio Group ihre Reichweite bei Partnern erheblich erweitern und den internationalen Kundenstamm weiter stärken.
Die beabsichtigte Übernahme würde zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den Schienenverkehr einen neuen Branchenführer im Vertrieb von Bahnreisen schaffen. Der weltweite Schienenverkehrsmarkt wird bis 2032 voraussichtlich ein Volumen von über 300 Milliarden US-Dollar erreichen, während Regierungen in ganz Europa Hunderte Milliarden Euro in Schieneninfrastrukturprojekte investieren, um die Kapazitäten zu erhöhen und mehr Reisen vom Straßen- und Luftverkehr auf die Schiene zu verlagern.
Jean-Francois Bessiron, Chief B2B Officer bei der Omio Group, sagt: „Diese Vereinbarung markiert einen Wendepunkt für die Zukunft des globalen Bodentransports. Omio und Rail Europe würden der Branche mit dieser Technologie und Größe einen Akteur bieten, der vernetzte, zugängliche und bezahlbare Zugreisen für alle Wirklichkeit werden lässt. Der Sektor wurde viel zu lange durch veraltete Systeme eingeschränkt und von marktbeherrschenden Akteuren kontrolliert."
Björn Bender, CEO und Executive Chairman von Rail Europe, sagt: „Die letzten Jahre waren für Rail Europe von tiefgreifenden Veränderungen geprägt. Gemeinsam mit unseren Teams und Partnern haben wir ein unabhängiges Unternehmen aufgebaut und uns eine einzigartige Position in der globalen Zugbranche erarbeitet. Für das nächste Kapitel passen Omio und Rail Europe perfekt zusammen. Omio bringt erhebliche Größe und transformative Technologie mit. Rail Europe steuert umfangreiche Bahnerfahrung, eine vertrauenswürdige internationale Endkundenmarke und das stärkste B2B-Vertriebsnetz bei. Gemeinsam würden wir unseren Reisenden, Partnern und der Bahnindustrie mehr bieten, als jedes der beiden Unternehmen allein erreichen könnte."
Die geplante Übernahme unterliegt einem Konsultationsverfahren beim CSE (Comité Social et Économique), das eine beratende Stellungnahme zu der Transaktion abgeben wird. Die Transaktion wird erst vollzogen, wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist.
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Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.
Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.
Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.
Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.