THE HAGUE, Netherlands, June 16, 2026 /PRNewswire/ -- Property tax experts from across Europe came together last week to discuss comparative insights and policy lessons at a conference signaling the launch of Property Tax in Europe: A Changing Landscape—the Lincoln Institute of Land Policy's newest book in a series on international property taxation.
Edited by Riël Franzsen, Roy Bahl, and William McCluskey, Property Tax in Europe features in-depth case studies from more than a dozen countries—including successful institutional transitions, use of the property tax as a land policy instrument, and innovative technological applications.
The conference, presented by the Lincoln Institute of Land Policy and the Netherlands Council for Real Estate Assessment, took place at The Hague in the Netherlands on June 8–9.
"This must-read volume is full of new information, ongoing challenges, and reform strategies, delivering important lessons for policymakers, practitioners, and scholars working on improving property taxation around the world," said Jorge Martinez-Vazquez, Regents Professor of Economics Emeritus at Georgia State University.
Property Tax in Europe follows two other Lincoln Institute books that cover property tax on an international scale, Property Tax in Africa: Status, Challenges, and Prospects (2017) and Property Tax in Asia: Policy and Practice (2022).
"This is a timely resource, given the current fiscal and political situation in Europe and the diversity of the policies in place throughout the continent," said Joan Youngman, executive director of Land and Fiscal Systems at the Lincoln Institute. "The local property tax can provide a stable revenue source well suited for local governments, and this book captures the many different approaches found in Europe and analyzes their operation."
To learn more about Property Tax in Europe, visit the Lincoln Institute's website.
About the Editors
William McCluskey is Extraordinary Professor in the African Tax Institute at the University of Pretoria, South Africa.
Roy Bahl is Emeritus Regents Professor of Economics and founding dean of the Andrew Young School of Policy Studies at Georgia State University.
Riël Franzsen is the South African Research Chair in Tax Policy and Governance in the African Tax Institute at the University of Pretoria, South Africa.
About the Lincoln Institute of Land Policy
The Lincoln Institute of Land Policy seeks to improve quality of life through the effective use, taxation, and stewardship of land. A nonprofit private operating foundation whose origins date to 1946, the Lincoln Institute researches and recommends creative, nonpartisan approaches to land as a solution to economic, social, and environmental challenges. Through education, training, publications, and events, we integrate theory and practice to inform public policy decisions worldwide.
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Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.
Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.
Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.
Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.
Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.