ISTANBUL, 31. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Für das türkische Fahrzeugprüfsystem, das seit nahezu 20 Jahren von der deutschen TÜV-Organisation betrieben wird, beginnt eine neue Ära. Ein internationales Konsortium, das führende Unternehmen der Fahrzeugprüfbranche aus den USA, Spanien, Argentinien und der Türkei vereint, hat den Konzessionsvertrag unterzeichnet, um das landesweite Fahrzeugprüfsystem unter der Marke TURKA ab dem 15. August 2027 für die nächsten 20 Jahre zu betreiben.
Mit der Unterzeichnung des Vertrags zwischen dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur der Republik Türkei, der Privatisierungsverwaltung des türkischen Finanzministeriums und TURKA endet die langjährige Tätigkeit des TÜV in der Türkei – einem seiner größten Märkte außerhalb Deutschlands.
Mit 34,5 Millionen zugelassenen Fahrzeugen und rund 16 Millionen Fahrzeugprüfungen pro Jahr verfügt die Türkei über eines der größten Fahrzeugprüfprogramme der Welt. Nach Vertragsunterzeichnung wird die bestehende Infrastruktur im Rahmen eines Investitionsprogramms von rund 3 Milliarden US-Dollar vollständig modernisiert und durch ein Fahrzeugprüfsystem der nächsten Generation ersetzt.
Das neue System wird 249 feste Prüfstationen, 103 mobile Prüfstationen und 900 Prüflinien in allen 81 Provinzen der Türkei umfassen. Unterstützt durch KI-gestützte Bildverarbeitung, Mehrkamera-Technologie und Laserscans soll das System kürzere Prüfzeiten, erweiterte digitale Dienstleistungen und ein konsequent kundenorientiertes Betriebskonzept bieten.
Der Vorstandsvorsitzende von TURKA, Halis Ezer, erklärte, das Unternehmen werde ein Fahrzeugprüfsystem nach internationalen Standards aufbauen, das der wachsenden Fahrzeugflotte der Türkei gerecht werde und schnellere, zuverlässigere sowie transparentere Dienstleistungen ermögliche.
TURKA wurde vom MOI-Konsortium gegründet, das die internationale Ausschreibung im Jahr 2025 gewonnen hatte. Das Konsortium vereint die türkische MetGün Group, die US-amerikanische Opus Group, die spanische Itversia Gestion sowie das argentinische Unternehmen VTV Norte. Mit seiner Erfahrung aus Nordamerika, Europa und Lateinamerika wird das Konsortium ab dem 15. August 2027 den Betrieb eines der größten Fahrzeugprüfprogramme der Welt übernehmen.
KONTAKT: Gozde Tumel, gozde.tumel@iziletisim.com, +905333943614
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In der Schweiz entscheiden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger am Sonntag über eine weitreichende Begrenzung der Bevölkerungszahl. Zur Abstimmung steht eine Volksinitiative der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die den Bestand des Landes bis 2050 auf höchstens zehn Millionen Einwohner festschreiben will. Derzeit leben rund 9,1 Millionen Menschen in der Alpenrepublik, darunter etwa 340.000 Deutsche. Die Auszählung der Stimmen beginnt mittags um 12.00 Uhr, Beobachter rechnen mit einem knappen Resultat.
Die SVP, stärkste Kraft im Schweizer Parlament, vermarktet ihren Vorstoß als «Nachhaltigkeitsinitiative». Sie verspricht, mit einer Begrenzung der Zuwanderung Probleme wie Staus auf den Straßen, überfüllte Busse und Bahnen, Wohnungsknappheit, hohe Mieten und steigende Kriminalität in den Griff zu bekommen. Ab einer Schwelle von 9,5 Millionen Einwohnern müsste die Politik nach dem Willen der Initianten konkrete Maßnahmen ergreifen, etwa die Asylvergabe einschränken und den Familiennachzug begrenzen. Nach heutigen Prognosen könnte diese Marke in den 2030er-Jahren erreicht werden.
Reichen diese Einschränkungen nicht aus, sieht die Initiative als weitere Option die Kündigung der vertraglich geregelten Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union vor. Das Abkommen ermöglicht Bürgern aus EU-Staaten bislang einen vergleichsweise einfachen Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt. Eine Aufkündigung hätte nicht nur Konsequenzen für Fachkräfte aus der EU, sondern könnte auch das Verhältnis zum wichtigsten Handelspartner des Landes belasten. Für Deutsche würde ein Ja zur Initiative den Weg zum Arbeiten und Leben in der Schweiz deutlich verkomplizieren.
Bundesrat und Regierungsparteien – mit Ausnahme der SVP – lehnen die Vorlage geschlossen ab. Die Regierung warnt davor, dass ein starrer Bevölkerungsdeckel strukturelle Probleme wie Fachkräftemangel und gesellschaftliche Überalterung nicht löse. Justizminister Beat Jans bezeichnete die Initiative als «leeres Versprechen» und verwies darauf, dass sie neue Unsicherheiten schaffe, ohne die Ursachen von Engpässen auf dem Wohnungs- und Infrastrukturmarkt anzugehen. Umfragen signalisierten lange eine Mehrheit für die Vorlage, zuletzt deutete sich jedoch eine Trendwende an. Angesichts früherer Volksabstimmungen, bei denen die tatsächlichen Ergebnisse zum Teil deutlich von den Erhebungen abwichen, bleibt der Ausgang jedoch offen.