WASHINGTON, 15. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Am 14. Juli 2026 lehnte der U.S. Fish and Wildlife Service („USFWS") zum zweiten Mal einen Antrag der Organisation „People for the Ethical Treatment of Animals" („PETA") und anderer Aktivistengruppen, Langschwanzmakaken („LTM") (Macaca fascicularis) in das US-Gesetz zum Schutz gefährdeter Arten („ESA") aufzunehmen.
Der U.S. Fish and Wildlife Service kam zu dem Schluss, dass der Antrag von PETA1 auf Aufnahme der LTM-Affen in die Liste des ESA keine substanziellen wissenschaftlichen Informationen enthält, die eine weitere Prüfung rechtfertigen würden. Dies ist bereits das zweite Mal innerhalb der letzten drei Jahre, dass die USFWS einen Antrag von PETA abgelehnt hat, diese nichtmenschliche Primatenart in die Liste aufzunehmen2.
„Die National Association for Biomedical Research würdigt die USFWS für die Durchführung einer gründlichen, wissenschaftlich fundierten Prüfung des von Aktivistengruppen eingereichten Antrags sowie für ihre Feststellung, dass LTM-Affen keine Aufnahme in die Liste des ESA rechtfertigen", erklärte Matthew R. Bailey, President der National Association for Biomedical Research (NABR).
„Aus den Akten geht eindeutig hervor, dass Aktivistengruppen wie PETA versucht haben, das ESA und andere Umweltverfahren als Mittel einzusetzen, um die medizinische Forschung in den Vereinigten Staaten und weltweit zu blockieren oder zu behindern. Dies gefährdet nicht nur die Gesundheit und Sicherheit der Menschen, sondern untergräbt auch den Wert dieser Umweltprozesse, wenn sie als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele eingesetzt werden", fügte Herr Bailey hinzu.
„Die NABR wird sich weiterhin an diesen Prozessen beteiligen, um die medizinische Forschung in den USA und weltweit zu schützen und sicherzustellen, dass Entscheidungen zum Artenschutz auf den besten verfügbaren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Daten beruhen."
LTM-Affen werden weltweit in großem Umfang in der biomedizinischen Forschung eingesetzt, da sie dem Menschen sehr ähnlich sind. Die Einfuhr und Verwendung dieser nichtmenschlichen Primatenart in der biomedizinischen Forschung unterliegt strengen Vorschriften internationaler Gremien und US-Bundesbehörden.
Die medizinische Forschung mit LTM-Affen war entscheidend für Fortschritte in der regenerativen Medizin3, der Immunologie4, der Krebsforschung5, der Impfstoffentwicklung6 sowie der Pharmakologie7. Die National Institutes of Health (NIH) haben kürzlich eine Übersichtsarbeit veröffentlicht, die die Bedeutung von LTM-Affen für die biomedizinische Forschung bestätigt:8.
„Aufgrund ihrer physiologischen und biologischen Ähnlichkeiten mit dem Menschen sind LTM-Affen eine unverzichtbare Ressource für die präklinische biomedizinische Forschung. Sie tragen zur Entwicklung von Therapien bei, noch bevor diese die Phase der klinischen Studien am Menschen erreichen", sagte Herr Bailey . „LTM-Affen haben maßgeblich zur Entwicklung sowie zur Bewertung der Sicherheit und Wirksamkeit vieler heutiger Medikamente und Therapien beigetragen. Sie sind nach wie vor von unschätzbarem Wert für den biomedizinischen Fortschritt."
Informationen zur National Association for Biomedical Research
Die 1979 gegründete National Association for Biomedical Research (NABR) ist die einzige gemeinnützige Vereinigung gemäß 501(c)(6), die sich für eine solide öffentliche Politik für den humanen Einsatz von Tieren in der biomedizinischen Forschung, Ausbildung und Prüfung einsetzt. Zu den Mitgliedern zählen mehr als 280 Universitäten, medizinische und veterinärmedizinische Fakultäten, Lehrkrankenhäuser, Pharma- und Biotechnologieunternehmen, Patientenverbände sowie wissenschaftliche und fachliche Vereinigungen, die sich auf humane und verantwortungsvolle Tierversuche stützen, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu fördern. Erfahren Sie mehr über uns unter www.nabr.org.
1 https://www.peta.org/media/news-releases/peta-primate-experts-file-legal-petitions-to-new-administration-to-protect-monkeys-not-profits/
2 https://www.nabr.org/about-nabr/news/fish-wildlife-service-long-tailed-macaques-esa
3 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8848615/#:~:text=Nicht%20menschliche%20Primaten%20spielen%20eine,von%20degenerativen%20Erkrankungen%20betroffene%20Organe. Regenerative Medizin
4 https://www.nature.com/articles/s41577-018-0005-7. Immunologie
5 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9808758/#:~:text=Darüber%20hinaus%20entwickeln%20NHP%20von%20sich%20aus%20Krebserkrankungen,und%20Patienten%20mit%20menschlichen%20Krebserkrankungen. Krebstherapien
6 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8402317/. Impfstoffentwicklung
7 https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5886327/. Pharmakologie
8 https://orip.nih.gov/about-orip/research-highlights/nonhuman-primate-evaluation-and-analysis-final-report
Eva Maciejewski
emaciejewski@nabr.org
(202) 967-8305
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.com/news-releases/nabr-der-us-fish-and-wildlife-service-lehnt-zum-zweiten-mal-den-antrag-von-aktivisten-ab-langschwanzmakaken-in-das-artenschutzgesetz-aufzunehmen-302825802.html
Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.