Jungbunzlauer ernennt Marcus von Twistern zum EVP Operations

03.08.2026

BASEL, Schweiz, 3. August 2026 /PRNewswire/ -- Jungbunzlauer, ein weltweit führender Anbieter hochwertiger, nachhaltiger Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen, gab heute die Ernennung von Marcus von Twistern zum Executive Vice President (EVP) Operations und Mitglied der Geschäftsleitung mit Wirkung zum 1. August 2026 bekannt.

Marcus von Twistern, Executive Vice President Operations bei Jungbunzlauer.

Marcus von Twistern verfügt über mehr als 25 Jahre internationale Führungserfahrung in den Bereichen Operations, Produktion und groß angelegte Investitionsprojekte. Er hatte leitende Positionen in verschiedenen Regionen inne, darunter Deutschland, China, Italien und die Vereinigten Staaten.

Zuletzt war Marcus als Vice President Operations bei UPM tätig. Davor hatte er verschiedene Führungspositionen bei Evonik Industries inne, wo er für die Produktionssteuerung, das Leistungsmanagement und die operative Exzellenz an mehreren Standorten weltweit verantwortlich war.

„Wir freuen uns sehr, Marcus bei Jungbunzlauer willkommen zu heißen", sagte Bruno Tremblay, CEO von Jungbunzlauer. „Seine bewährte operative Führungskompetenz und seine internationale Erfahrung werden von unschätzbarem Wert sein, während wir unser globales Produktionsnetzwerk weiter stärken und unsere langfristigen Wachstumsziele vorantreiben."

Marcus von Twistern fügte hinzu: „Ich freue mich sehr, Teil von Jungbunzlauer zu werden – gerade in einer Zeit, in der Zuverlässigkeit und gleichbleibende Qualität für unsere Kunden wichtiger denn je sind. Ich freue mich darauf, mit den Teams an unseren Standorten zusammenzuarbeiten, um unsere Aktivitäten in Nordamerika und Europa weiter zu stärken."

Informationen zu Jungbunzlauer

Jungbunzlauer ist ein führender Hersteller hochwertiger, nachhaltiger Inhaltsstoffe aus natürlichen Quellen und beliefert unter anderem die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie die Bereiche Ernährung, Gesundheit, Haushalts- und Körperpflege. Als Vorreiter bei der Entwicklung natürlich besserer Inhaltsstoffe, die den Alltag bereichern, sind wir ein vertrauenswürdiger Partner, der ein vielfältiges Portfolio an Texturgebern, Säuerungsmitteln, Süßungsmitteln, Mineralstoffen und maßgeschneiderten Lösungen anbietet, um den sich wandelnden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden.

Mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, und modernsten Anlagen, unter anderem großtechnische Fermentationsanlagen in ganz Europa und Nordamerika, sind wir stolz darauf, mehr als 130 Länder weltweit zu beliefern. Jungbunzlauer wurde vor mehr als 150 Jahren gegründet und hat sich zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 1,3 Milliarden CHF entwickelt, getragen von fast 1.400 engagierten Mitarbeitenden, die sich für eine gesündere und nachhaltigere Zukunft einsetzen. Weitere Informationen finden Sie unter www.jungbunzlauer.com.

Jungbunzlauer

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.