BEIJING, 29. Mai 2026 /PRNewswire/ -- Ein Nachrichtenbericht von China Daily:

Am Montag stellte He Tingbo, Präsidentin der Halbleiterabteilung von HUAWEI, auf dem 2026 IEEE International Symposium on Circuits and Systems in Shanghai das Tau (τ)-Skalierungsgesetz vor, einen Nachfolger des Mooreschen Gesetzes zur Steuerung der Halbleiterentwicklung.
Das neue Prinzip ersetzt die traditionelle geometrische Transistor-Skalierung durch die Zeitskalierung als zentrales Maß für den Fortschritt. Das Tau-Skalierungsgesetz verringert die Signalausbreitungsverzögerung und die Systemausführungszeit, um Leistung, Energieeffizienz und Transistordichte zu verbessern.
Jahrzehntelang verließ sich die Halbleiterindustrie auf die Verkleinerung der Transistoren, um die Rechenleistung zu erhöhen und die Kosten zu senken. Die weitere Skalierung ist jedoch zunehmend schwieriger geworden, während sich der Anstieg der Kosten pro Transistor und der Leistung verlangsamt hat.
Laut He bietet das Tau-Skalierungsgesetz einen alternativen Weg für die Halbleiterentwicklung, wobei HUAWEI Technologien wie LogicFolding und einen mehrstufigen Optimierungsrahmen entwickelt, der Bauelemente, Schaltungen, Chips und Systeme umfasst.
Ziel des Unternehmens ist es, den Transistor- und Verbindungswiderstand sowie die parasitäre Kapazität zu verringern, um die Verzögerung auf der physikalischen Ebene zu minimieren. Auf der Schaltungsebene restrukturiert die LogicFolding-Architektur Layouts, um kritische Signalpfade zu verkürzen und so resistive und kapazitive Lasten zu reduzieren und gleichzeitig die Transistordichte und die Schaltungsleistung zu verbessern.
Auf Chipebene wendet HUAWEI ein koordiniertes Software-, Architektur- und Siliziumdesign an, um den Befehls- und Datenfluss zu optimieren, die Parallelität zu erhöhen und die End-to-End-Ausführungszeit zu reduzieren. Auf Systemebene ermöglicht das UnifiedBus-Verbindungsprotokoll des Unternehmens eine einheitliche Speicheradressierung und native Speichersemantik für SuperPods, wodurch die Kommunikationslatenz in großen Computersystemen verringert wird.
Er sagte, HUAWEI habe das Tau-Skalierungsgesetz auf Smartphones und KI-Computing angewendet. In den vergangenen sechs Jahren hat das Unternehmen 381 Chips auf der Grundlage des neuen Frameworks für verschiedene Branchen und Märkte entwickelt und in Serie produziert.
HUAWEI enthüllte auch, dass seine Kirin-Prozessoren, die im Herbst 2026 auf den Markt kommen sollen, die ersten Chips sein werden, die die LogicFolding-Architektur verwenden, die die Chipleistung erheblich verbessern wird.
Das Tau-Scaling-Gesetz wird von Peers und ihren Kollegen auch als „Gesetz von He" bezeichnet, benannt nach He Tingbo.
HUAWEI geht davon aus, dass seine High-End-Chips, die im Rahmen der Tau-Skalierung entwickelt werden, bis 2031 Transistordichten erreichen könnten, die mit 14-Angström (1,4 nm)-Prozesstechnologien vergleichbar sind.
Abschließend betonte er, dass die Zusammenarbeit für den künftigen Fortschritt von entscheidender Bedeutung ist, da kein Unternehmen die Herausforderungen der Halbleiterentwicklung allein lösen kann.
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Der Bundesrat verschärft im Streit um das Frühfranzösisch den Ton und greift zu einem bundesrechtlichen Instrument. Alle Primarschülerinnen und Primarschüler in der Schweiz sollen künftig zwingend eine zweite Landessprache lernen. Um dieses Ziel durchzusetzen, hat die Landesregierung eine Revision des Sprachengesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Sie reagiert damit auf Vorstösse in mehreren deutschsprachigen Kantonen, Französisch aus den Stundenplänen der Primarschule zu streichen.
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle die Landessprachen im obligatorischen Unterricht spielen sollen. Für den Bundesrat ist dies eine «Frage von nationaler Bedeutung». Die Bundesverfassung verpflichte Bund und Kantone gemeinsam, die Landessprachen zu erhalten, die Verständigung zwischen den Sprachgemeinschaften zu stärken und nationale Minderheiten zu schützen, hält die Regierung fest. Der Bund sehe sich damit in der Verantwortung, den Zusammenhalt zwischen den Sprachregionen und den Respekt vor der sprachlichen Vielfalt zu sichern, während die Kantone ihr Schulwesen so zu harmonisieren hätten, dass Qualität und Durchlässigkeit des Bildungsraums Schweiz gewahrt bleiben.
Der Konflikt entzündet sich an der 2004 beschlossenen Sprachenstrategie der Kantone, die 2009 im HarmoS-Konkordat verankert wurde. Diese sieht vor, dass Kinder in der Primarschule zwei Fremdsprachen erlernen – darunter eine zweite Landessprache. In einzelnen Kantonen gibt es inzwischen Bestrebungen, den Unterricht einer Landessprache als Fremdsprache auf der Primarstufe zu streichen. Das widerspreche der gemeinsamen Strategie, schreibt der Bundesrat und zeigt sich über diese Entwicklung «beunruhigt».
Um gegenzusteuern, legt die Regierung zwei Varianten für eine Gesetzesänderung vor. Die erste folgt dem HarmoS-Modell: In der Primarschule sollen obligatorisch zwei Fremdsprachen unterrichtet werden, eine Landessprache und Englisch. Damit würde die heutige Praxis in den 15 HarmoS-Kantonen bundesrechtlich abgesichert und für alle gelten, sollte es nötig werden. Die zweite Variante lässt den Kantonen mehr Spielraum: Sie verpflichtet lediglich dazu, dass eine zweite Landessprache spätestens ab der Primarschule und durchgehend bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit unterrichtet wird, ohne Englisch explizit als zweite Fremdsprache vorzuschreiben.
Mit der Revision will der Bundesrat den Rahmen abstecken für den Fall, dass die Kantone ihre Sprachenstrategie ganz oder teilweise aufgeben. Konkrete Entscheide sind noch offen: Zunächst läuft bis zum 5. Oktober 2026 eine Vernehmlassung, in der Kantone, Parteien und weitere Akteure Stellung beziehen können. Erst danach wird sich zeigen, ob sich das strengere HarmoS-Modell oder die flexibelere Lösung durchsetzt – und wie viel Gewicht der Bund seiner sprachpolitischen Rolle im Schulbereich tatsächlich geben will.