Hinter dem Erfolg der ecuadorianischen Bananen: Nachhaltigkeitsinvestitionen, die sich laut AEBE nicht in den Einzelhandelspreisen widerspiegeln

30.09.2026

Die Association of Banana Exporters of Ecuador (AEBE) bereitet sich auf die Teilnahme an der jährlichen Fachmesse Fruit Attraction vor

GUAYAQUIL, Ecuador, 30. September 2026 /PRNewswire/ -- Ecuador, der weltweit führende Bananenexporteur, sichert einen Großteil seiner Wettbewerbsfähigkeit durch Investitionen in Umweltzertifizierungen, Arbeitsbedingungen, Biosicherheit und Technologie – Kosten, die in erster Linie von den Erzeugern getragen werden und sich laut Angaben der Branche nicht immer in den Einzelhandelspreisen auf Märkten wie Europa widerspiegeln.



Dies wird eine der Kernbotschaften sein, die der ecuadorianische Bananen- und Kochbananen-Cluster auf der Fachmesse Fruit Attraction vermitteln wird, die vom 6. bis 8. Oktober in Madrid stattfindet und auf der er an der Podiumsdiskussion „Beyond Fruit: The Social and Environmental Impact of Ecuadorian Bananas Worldwide" („Die sozialen und ökologischen Auswirkungen ecuadorianischer Bananen weltweit") teilnehmen wird.



Die Europäische Union (EU), die fast ein Drittel der ecuadorianischen Bananenexporte aufnimmt, hat ihre Anforderungen hinsichtlich Rückverfolgbarkeit und Umwelttransparenz verschärft. Gleichzeitig stellen Vertreter der Branche in Frage, warum manche Supermärkte das Obst mit hohen Rabatten verkaufen, die ihrer Ansicht nach die tatsächlichen Produktionskosten nicht widerspiegeln.



Die ecuadorianische Industrie hält sich an internationale Standards für gute landwirtschaftliche Praxis, Umweltschutz, Arbeitsbedingungen und verantwortungsvollen Handel. Branchendaten zeigen, dass die Löhne um 16,8 % über dem in Ecuador anhand der Anker-Methodik ermittelten Referenzwert für einen existenzsichernden Lohn von 495 US-Dollar liegen.



Gemeinsame Verantwortung



Erzeuger müssen zudem Investitionen in technologische Modernisierungen, effizientere Bewässerungssysteme, Biosicherheit und Auditverfahren tragen, und das in einer Branche, in der 89 % der Betriebe in Familienbesitz sind.



Daher lautet einer der Vorschläge, für die sich die Branche in internationalen Foren einsetzt, dass Nachhaltigkeit zu einer gemeinsamen Verantwortung von Produzenten, Exporteuren, Importeuren, Supermärkten und Verbrauchern werden muss.



Die Branche ermittelt zudem den Wasser- und CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette anhand von Methoden, die im Rahmen des Weltbananenforums der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) entwickelt wurden.



Diese Initiative ist Teil des Projekts „Accelerating the Sustainable Transformation of the Ecuadorian Banana Industry", das mit der Global Environment Facility (GEF) verbunden ist und darauf abzielt, diese Messungen auf mindestens 150 000 Hektar Anbaufläche auszuweiten.



Ziel ist, standardisierte Daten zum Wasserverbrauch und zu den mit der Produktion verbundenen Treibhausgasemissionen zu erheben, wobei diesen Variablen im internationalen Handel eine bedeutende Rolle zukommt.



Für die Association of Banana Exporters of Ecuador (AEBE) werden diese Messungen dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu stärken.

Medienkontakt

Alexandra Pacheco

Kommunikationsleiterin

+593 992260781

apacheco@aebe.com.ec

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Parmelin eröffnet Olma mit Ferkel – und warnt vor schwieriger Lage der Bauern

08.10.2026

Mit einem betont unterhaltsamen und zugleich programmatischen Auftritt hat der Kanton Schwyz seine Rolle als Gastkanton an der 83. Olma in St. Gallen übernommen. Bereits die offizielle Eröffnungsfeier im Theater St. Gallen zeigte, wie breit sich der Innerschweizer Kanton präsentieren will – kulturell, politisch und touristisch. Unter dem Motto «Schwyz liefert» rückt der Kanton während elf Tagen ein gutes Stück weiter nach Osten und nutzt die Publikumsmesse als Schaufenster für seine Produkte, sein Brauchtum und seine Eigenheiten.

Musikalisch setzte Schwyz zum Auftakt auf vertraute Namen mit regionalen Wurzeln: Unter der geistreichen, pointierten Moderation der Schwyzer Dirigentin Graziella Contratto spannten Jodlerin Nadja Räss, Schwyzerörgeler Markus Flückiger, Kontrabassist Pirmin Huber, Violinist Raphael Nussbaumer, das Ensemble Kulturschock mit Mezzosopranistin Lydia Opilik sowie Sängerin Linda Elys den Bogen von Volksmusik über Klassik bis Pop. Das Publikum im Stadttheater dankte den Schwyzer Klängen, die sonst eher zwischen Mythen und Rigi zuhause sind, mit tosendem Applaus.

Auch die Bundespolitik war prominent vertreten. Bundesrat Guy Parmelin eröffnete die Messe traditionsgemäss mit einem Ferkel – in diesem Jahr mit Säuli Vivienne, das sich beim Fototermin mit lautem Quieken gegen den Auftritt wehrte. Der Landwirtschaftsminister nutzte die Bühne, um die Olma als «herausragenden Begegnungsort» zwischen Konsumenten und Landwirtschaft zu würdigen und sprach von einer «Schweiz im Kleinformat», in der Fachleute, Familien, Politiker und Tiere zusammenkommen. Gleichzeitig verwies er auf die «Ernsthaftigkeit der Lage» für die Landwirtschaft, etwa mit Blick auf Trockenheit und grosse Hitze im vergangenen Sommer.

Der Schwyzer Landammann Sandro Patierno und Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher, Präsidentin des Organisationskomitees für den Gastkanton-Auftritt, stellten den Kanton ins Zentrum. Patierno zeigte sich besonders stolz auf den in Übergrösse ausgestellten Bundesbrief, das Hölloch und die legendären Wetterpropheten und spielte im Bühnengespräch mit Contratto mit dem Motto «Schwyz liefert». Humor bewies er auch, als er – gefragt nach seinen Lieblingstieren – Wildsäue, Wölfe und die Asiatische Hornisse nannte und festhielt, der Kanton Schwyz «liefere» auch in dieser Hinsicht. Verwaltungsratspräsident Markus Streckeisen erklärte die Olma schliesslich offiziell für eröffnet und erinnerte daran, dass die Messe aus dem Zusammenspiel vieler Menschen und Partnerschaften entstehe.

Während der elf Messetage, die in St. Gallen als «fünfte Jahreszeit» gelten, setzt der Gastkanton auf ein Konzept mit zahlreichen Boxen, in denen Besucher Produkte und Bräuche aus Schwyz entdecken können. Neben Klassikern wie der Degustationshalle bleibt auch das traditionelle Säulirennen um 16 Uhr ein Publikumsmagnet. Für Bundesrat Parmelin, der direkt von einem Staatsbesuch in Neu-Delhi an den «etwas kleineren Flughafen» Altenrhein reiste, ist der Gang durch die Olma mehr als Folklore: Er bezeichnete den offenen Dialog zwischen Produzenten, Verarbeitern, Händlern, Konsumenten und Regulierungsbehörden als zentral – eine Botschaft, die zum Selbstverständnis der Messe und zum Auftritt des Gastkantons gleichermassen passt.