Führende Wissenschaftler erklären, dass die CO₂-Bilanzierung nicht den Zweck erfüllt, für den sie geschaffen wurde

29.07.2026

In einer von Fachkollegen begutachteten wissenschaftlichen Veröffentlichung, die von dem aus der Universität Cambridge hervorgegangenen Spin-off-Unternehmen Neutreeno unterstützt wurde, zeigen führende Forscher, die bereits die Vereinten Nationen, das Weiße Haus und internationale Normungsgremien beraten haben, dass die Daten, auf denen die Klimaziele von Unternehmen basieren, fehlerhaft sind, und legen dar, wie diese Mängel in dieser entscheidenden Phase behoben werden können. 

CAMBRIDGE, England, 29. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Im Juni dieses Jahres starben mehr als 10.000 Menschen infolge einer einzigen Hitzewelle in Europa. In Südeuropa wüten erneut Waldbrände. Und in diesem Monat wies nicht Delhi oder Peking die schlechteste Luftqualität aller Städte der Welt auf, sondern Toronto, das unter dem Rauch der Waldbrände litt.

The CSA Principles offer a simple framework for emissions data that drives decarbonisation, not just compliance.

Diese Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die CO₂-Bilanzierung von Unternehmen – das System, auf das sich die Welt bei der Reduzierung von Emissionen stützt – versagt. Mehr als drei Viertel der Emissionen eines Unternehmens entfallen auf seine Lieferkette, und genau dort gibt es Lücken in den Daten. Sie stützen sich auf Branchendurchschnitte, die um das Zehnfache abweichen können: Das entspricht einer Umsatzausweisung von 10 Millionen Dollar, obwohl der tatsächliche Betrag bei 100 Millionen Dollar liegt. Bei der Finanzberichterstattung würde das niemand akzeptieren – warum sollte es also bei Emissionsdaten anders sein, wo doch weitaus mehr auf dem Spiel steht? Genau diese äußerst ungenauen Daten erfüllen zwar die Compliance-Anforderungen, doch niemand vertraut ihnen genug, um darauf zu reagieren, sodass letztlich nichts geschieht. „Wir sollten den CO₂-Ausstoß aus einem einzigen Grund messen: um ihn zu reduzieren. Im Moment geht das nicht. Das System ist kaputt", sagte Dr. Spencer Brennan, Hauptautor und Gründer von Neutreeno.

Es versagt gerade im ungünstigsten Moment. Regierungen auf beiden Seiten des Atlantiks ziehen sich zurück, obwohl die Menschen gerade jetzt darauf angewiesen sind, dass sie sich stärker engagieren. Die EU lockert die Emissionsvorschriften für über 10.000 Fabriken und Kraftwerke. Im Februar hob die EPA zudem die Feststellung auf, dass Treibhausgase die öffentliche Gesundheit gefährden – genau die Grundlage, auf der ihre Regulierung ursprünglich beruhte. Da diese Aufsicht nun nachlässt, sind nur wenige Unternehmen auf dem besten Weg, ihre Klimaziele zu erreichen, und keines wird wirklich zur Rechenschaft gezogen.

Ihre Lösung – die CSA-Grundsätze – ist ein einfacher und umsetzbarer Rahmen, der sich an den aktuellen Standards orientiert, jedoch neu definiert, wie aussagekräftige Emissionsdaten aussehen sollten. Die Daten müssen alle drei Eigenschaften gleichzeitig erfüllen: Sie müssen glaubwürdig sein und durch Qualitätskennzahlen untermauert werden, die aufzeigen, wo den Daten vertraut werden kann und wo nicht; sie müssen skalierbar sein und sich über gesamte Lieferketten hinweg anwenden lassen; und sie müssen umsetzbar sein und konkrete Möglichkeiten bieten, die Art und Weise zu verändern, wie Produkte tatsächlich hergestellt werden. Sie fordern politische Entscheidungsträger, Aufsichtsbehörden, Investoren und Unternehmen dazu auf, die Grundsätze zu übernehmen, bevor die Möglichkeit zum Handeln verstrichen ist.

contact@neutreeno.com

Neutreeno

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Bystronic dämpft Erwartungen: Auftragseingang wächst langsamer als erhofft

15.06.2026

Bystronic hat seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten angepasst. Der Hersteller von Maschinen für die Blechbearbeitung rechnet zwar weiterhin mit einem höheren Nettoumsatz als im Vorjahr, erwartet jedoch keine Verbesserung der Profitabilität mehr. Bereits im zweiten Quartal 2026 dürften Auftragseingang, Nettoumsatz und Ergebnis unter den bisherigen Annahmen liegen, obwohl sie gegenüber dem ersten Quartal zulegen sollen.

Das Management verweist auf anhaltend schwierige Marktbedingungen im Kerngeschäft. Während die Nachfrage nach Biegelösungen stabil bleibt, leidet das Lasergeschäft weiter unter einer schwachen Marktlage. Geringere Kapazitätsauslastung und Preisdruck im Verkauf von Einzelmaschinen wirken zusätzlich auf die Marge. Hinzu kommt, dass der Trend zu stärker automatisierten Lösungen zwar den Auftragsbestand stützt, die Projekte jedoch längere Laufzeiten haben und sich der hohe Auftragsbestand dadurch langsamer in Nettoumsätze umwandelt.

Einen Lichtblick liefert die neu geschaffene Geschäftseinheit Bystronic Rofin. Sie trägt nach Unternehmensangaben weiterhin positiv zum Konzernergebnis bei, gestützt von einer robusten Nachfrage nach Anwendungen im Halbleiterbereich. Dieser Bereich soll auch dazu beitragen, dass der Konzernumsatz 2026 insgesamt über dem Niveau des Vorjahres liegt, auch wenn die Ergebnisqualität im Vergleich zu 2025 zurückbleiben dürfte.

Konkrete Zahlen zu Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis nannte Bystronic bislang nicht. Ausführlichere Informationen zur Geschäftsentwicklung und zum weiteren Ausblick will das Unternehmen mit dem Halbjahresbericht vorlegen, der am 23. Juli veröffentlicht werden soll. Dann dürfte sich zeigen, in welchem Ausmass der Druck im Lasergeschäft und die Verzögerungen bei Automationsprojekten auf die Jahresziele durchschlagen – und wie stark Bystronic Rofin diese Effekte im laufenden Jahr abfedern kann.