BASEL, Schweiz, 23. April 2026 /PRNewswire/ -- Ferrosa Therapeutics AG („FERROSA") - ein Schweizer Biotechnologieunternehmen, das einen First-in-Class bispezifischen Antikörper zur Behandlung von Entzündungsanämie entwickelt - gab heute eine Seed-Finanzierung in Höhe von 3,5 Millionen US-Dollar durch den Gründungsinvestor Forty51 Ventures bekannt.

Das Leitprogramm von FERROSA ist ein bispezifischer Antikörper, der darauf abzielt, die wichtigsten biologischen Ursachen der Entzündungsanämie anzugehen: die durch Zytokine verursachte Dysregulation des Eisenhaushalts, welche die rote Blutbildung beeinträchtigt. Der spezifische Ansatz mit doppeltem Wirkmechanismus vereint die Blockade von zwei komplementären, klinisch validierte Signalwegen, um die effektive Produktion roter Blutkörperchen (Erythropoese) wiederherzustellen und die Eisenverfügbarkeit zu normalisieren.
Entzündungsanämie ist eine häufige Begleiterkrankung von Patienten mit chronischer Nierenerkrankung, Autoimmunerkrankung wie rheumatoider Arthritis und entzündlichen Darmerkrankungen, sowie bei vielen Krebsarten. Bestehende Behandlungen - darunter Erythropoese-stimulierende Wirkstoffe wie Erythropoietin, intravenös verabreichtes Eisen und Bluttransfusionen - bekämpfen eher die Symptome als die zugrunde liegenden biologischen Ursachen und bergen Sicherheitsrisiken. Es gibt entsprechend hohen Bedarf für Therapien, die den Eisenmangel mechanistisch beheben und eine effektive Erythropoese wiederherstellen.
Mit der aktuellen Finanzierung wird FERROSA sein präklinisches Programm durch Antikörpergenerierung, Überführung in ein bispezifisches Format, und in-vivo Wirksamkeits-Studien in krankheitsrelevanten Tiermodellen vorantreiben.
Das Unternehmen hat den Mitbegründer Dr. med. Martin Stern zum Chief Executive Officer ernannt. Martin Stern ist Arzt und Wissenschaftler, Facharzt für Hämatologie und verfügt über mehr als 25 Jahre Erfahrung in Wissenschaft und Industrie. Zuvor war er als Chief Medical Officer bei Numab Therapeutics tätig, wo er die klinische Entwicklung multispezifischer Antikörper in den Bereichen Onkologie und Immunologie leitete, sowie vorangehend CMO bei Affivant Sciences. Zuvor hatte er leitende Positionen bei Roche Pharma Research and Early Development (pRED) inne. Zu Beginn seiner Karriere war er mehr als ein Jahrzehnt als Hämatologe klinisch tätig.
Martin Stern: „Die Entzündungsanämie ist nach wie vor eine der häufigsten, aber unzureichend behandelten Komplikationen bei chronischen Erkrankungen. Unser bispezifischer Antikörper hat das Potenzial, die Behandlung dieser Erkrankung zu verändern – weg von der symptomatischen Linderung hin zur Korrektur der zugrunde liegenden Pathophysiologie. Ich freue mich darauf, FERROSA aufzubauen und diese differenzierte Therapie den Patienten zugänglich zu machen."
FERROSA arbeitet mit führenden Experten aus den Bereichen Antikörperentwicklung, Erythrozytenbiologie und Nephrologie zusammen. Dr. Beatriz Goyenechea, eine anerkannte Expertin in der Antikörperentwicklung und Gründerin von StarBio International, fungiert als Beraterin für die Antikörperentwicklung. Prof. Stefano Rivella vom Children's Hospital of Philadelphia berät im Bereich präklinischer Krankheitsmodelle und Prof. Beatrice Goilav, Professorin für Pädiatrie am Albert Einstein College of Medicine und am Montefiore Hospital sowie eine führende klinische Forscherin auf dem Gebiet chronischer Nierenerkrankungen, fungiert als KOL und klinische Beraterin des Unternehmens.
Forty51 Ventures fungiert als Seed-Investor und war massgeblich am operativen und finanziellen Aufbau der Firma FERROSA beteiligt. FERROSA wurde in Basel, Schweiz, gegründet, einem weltweit anerkannten Zentrum für Biotechnologie und pharmazeutische Innovation.
ÜBER FERROSA THERAPEUTICS
Die Ferrosa Therapeutics AG wurde 2026 in Basel, Schweiz, von Forty51 Ventures gegründet. Das Unternehmen entwickelt einen First-in-Class bispezifischen Antikörper zur Behandlung von Entzündungsanämie bei chronischen Nierenerkrankungen, Autoimmunerkrankung und in der Onkologie. Der auf zwei Wirkmechanismen basierende Ansatz von FERROSA zielt darauf ab, die Eisenhomöostase und eine effektive Erythropoese wiederherzustellen, indem er die zytokinbedingte Dysregulation bekämpft, die dieser Erkrankung zugrunde liegt. www.ferrosatx.com
ÜBER FORTY51 VENTURES
Forty51 Ventures ist eine Risikokapitalgesellschaft, deren Kernstrategie die Gründung und der Aufbau von Biotech-Unternehmen ist. Forty51 Ventures übernimmt die ersten Finanzierungrunden der Biotech Unternehmen, welche sie zu einem stetig wachsenden Portfolio ausbaut www.forty51ventures.com
Kontakt:
Martin Stern
Chief Executive Officer
Ferrosa Therapeutics AG
info@ferrosatx.com
+41 79 818 06 32
www.ferrosatx.com
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Die Debatte über steigende Mieten und Wohnungsnot entwickelt sich in der Schweiz zu einem der dominierenden innenpolitischen Konfliktfelder. In der SRF-«Arena» unter dem Titel «Miet-Irrsinn» prallten Vertreterinnen und Vertreter von SP, SVP, Mitte und Grünen aufeinander – und stritten nicht nur über Zahlen und Instrumente, sondern auch über die grundsätzliche Frage, was den Druck auf dem Mietmarkt überhaupt treibt. Im Zentrum standen die Rolle der Zuwanderung, die Bautätigkeit, die Renditebegrenzung im Mietrecht sowie der Umgang mit mutmasslich überhöhten Mieten.
Die Ausgangslage ist angespannt. In der Schweiz wohnen rund 60 Prozent der Bevölkerung zur Miete. Gemäss einem Mietbarometer, das im Auftrag des Mieterinnen- und Mieterverbandes erstellt wurde, geben rund 40 Prozent der Haushalte mehr als ein Drittel ihres Einkommens für die Miete aus. Damit steigen die Wohnkosten schneller als die Reallöhne; ein immer grösserer Anteil des Budgets fliesst in die Miete. Gleichzeitig sinkt der Anteil leerstehender Wohnungen: Per 1. Juni 2025 waren landesweit weniger als 50'000 Wohnungen unvermietet – statistisch steht nur noch etwa eine von 100 Wohnungen leer. Fällt die Leerwohnungsziffer unter ein Prozent, gilt dies offiziell als Wohnungsnot; diese Schwelle ist derzeit bereits in zahlreichen Kantonen unterschritten.
SVP-Nationalrat Manfred Bühler führt den Engpass vor allem auf die Zuwanderung zurück. Die Migrationspolitik sei der «Haupttreiber für die Nachfrage», argumentierte er in der Sendung. Würde die Nettozuwanderung auf 20'000 Personen pro Jahr reduziert, liesse der Druck auf dem Mietmarkt rasch nach, so seine These. Mitte-Politikerin Tina Deplazes dagegen verweist auf ein ganzes Bündel struktureller Faktoren: Individualisierung, mehr Ein- und Zweipersonenhaushalte, ein generell gestiegener Wohnraumbedarf sowie die Alterung der Gesellschaft. Zuwanderung erhöhe zwar ebenfalls die Nachfrage und damit die Preise, es handle sich dabei aber um Personen, die auf dem Arbeitsmarkt benötigt würden.
SP-Nationalrätin Jacqueline Badran und Grünen-Nationalrat Michael Töngi legten den Fokus stärker auf die Angebots- und Regulierungsseite. Deplazes macht ein zu tiefes Bautempo für die Knappheit verantwortlich, während Töngi die mangelnde Durchsetzung des Mietrechts kritisiert und eine periodische Überprüfung der Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben fordert. Badran wiederum sieht «illegale» Mietüberhöhungen als zentrales Problem und verweist auf den im Schweizer Mietrecht verankerten Rendite-Deckel. Nur in einer «unkontrollierten Immobilienwirtschaft» könnten Vermieter Preise nach oben durchsetzen, etwa wenn Gutverdienende aus dem Ausland ohne Weiteres 7'000 Franken für eine Vierzimmerwohnung bezahlten. Würden die Renditebegrenzungen konsequent durchgesetzt, hätte die Zuwanderung auf die Miethöhen keinen Effekt, hält sie dagegen. Die konträren Lesarten – Nachfragebremsen durch Migrationspolitik auf der einen, striktere Regulierung und mehr Bauaktivität auf der anderen Seite – zeigen, wie weit der politische Konsens bei der Suche nach Antworten auf den «Miet-Irrsinn» derzeit entfernt ist.