GUANGZHOU, China, 23. April 2026 /PRNewswire/ -- Auf der 139. Canton Fair zeigte sich in der Kategorie „Elektronik und Haushaltsgeräte" eine deutliche Verschiebung der weltweiten Prioritäten im Hardware-Bereich. Die Aussteller präsentierten Produkte, die eine intensivere Nutzung von KI, eine steigende Nachfrage nach skalierbarer Automatisierung sowie ein verstärktes Engagement für Nachhaltigkeit und eine verbesserte Benutzererfahrung widerspiegeln.

Einer der auffälligsten Trends ist der Übergang von „KI-fähigen" Produkten zu wirklich KI-nativen Geräten. KI-Modelle fungieren nicht mehr als Zusatzfunktionen, sondern sind nun fest in den Kern des Hardware-Designs eingebettet. Multimodale biometrische Terminals, KI-gestützte Konferenzsysteme, Übersetzungsbrillen und Geräte für mehrsprachige Simultanübersetzung demonstrierten Echtzeitfähigkeiten beim Verstehen, Übersetzen und bei der Entscheidungsfindung, oft angetrieben durch auf dem Gerät selbst oder in einer hybriden Edge-Cloud-Umgebung laufende große Sprachmodelle. Selbst traditionelle Hardwarebranchen wie Bildschirme, Luftreiniger und Bildgebungs- und Druckgeräte entwickeln sich durch die Integration von KI zu interaktiven Systemen, die interpretieren, reagieren und lernen können. Multimodale Wahrnehmung, die Sprache, Bild, Gestik, Lippenbewegungen und knochengeführten Schall kombiniert, wird ebenfalls zum Standard.
Auch die Robotik trat als wichtiges Highlight in den Vordergrund, wobei Produkte den Übergang von Demonstrationsmodellen hin zu großflächigem Einsatz und unbemanntem Betrieb vollzogen. Roboter für Reinigung, Inspektion, Bodenreinigung und Kaffeezubereitung legten den Schwerpunkt auf einen autonomen 24/7-Betrieb, während Roboter für den industriellen und öffentlichen Sektor auf Zuverlässigkeit, hohe Schutzklassen und Anpassungsfähigkeit an extreme Umgebungen ausgerichtet waren. Es wurde eine große Vielfalt an Formen gezeigt, darunter humanoide, vierbeinige, radgetriebene, kugelförmige und hybride Designs, doch alle hatten ein gemeinsames Ziel: die Verringerung der Abhängigkeit von Arbeitskräften, die Verbesserung der Betriebsstabilität und die Steigerung der Produktivität.
Ein zunehmender Trend ist die Verlagerung der Datenverarbeitung näher an den Ort ihrer Entstehung, angetrieben durch den Bedarf an höherer Sicherheit, schnelleren Reaktionszeiten und zuverlässigerer Leistung. Viele Produkte legen nun Wert darauf, Modelle lokal auszuführen, Aufgaben offline zu bewältigen und Informationen sicher zu speichern, um den Anforderungen von Behörden, der Industrie und anderen Anwendern mit hohen Sicherheitsanforderungen gerecht zu werden.
Über Leistung und Intelligenz hinaus legten die Aussteller zunehmend Wert auf emotionalen Wert und Ästhetik. Geräte werden nicht mehr nur als funktionale Werkzeuge betrachtet, sondern als Lifestyle-Elemente, die das Nutzererlebnis prägen – von immersivem Audio und hochwertigen Materialien bis hin zu KI-Begleitung und visuell ansprechenden Designs.
Gleichzeitig ist Nachhaltigkeit zu einer Grundvoraussetzung statt zu einem Bonus geworden, wobei energiesparender Betrieb, langlebiges Design, recycelbare Materialien, die Integration von Energiespeichern und Lösungen für erneuerbare Energien direkt in die Produktentwicklung integriert sind.
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Die Berner Staatsanwaltschaft hat nach einer Strafanzeige von Bundesrätin Karin Keller-Sutter ein Verfahren wegen Beschimpfung und Verleumdung eröffnet. Auslöser ist ein Vorfall auf der von Elon Musk kontrollierten Plattform X: Ein Nutzer hatte den integrierten KI-Chatbot Grok am 10. März dazu aufgefordert, die FDP-Bundesrätin mit „total verf**ktem Gassen-Slang“ und in vulgär-sexistischer Sprache zu attackieren. Grok lieferte daraufhin öffentlich ein entsprechendes Posting, das der Nutzer später wieder löschte.
Keller-Sutter reichte eine Anzeige gegen unbekannt ein. Es sei grundsätzlich nötig, sich gegen derartige frauenfeindliche Äusserungen zur Wehr zu setzen und die Täter in ihre Schranken zu weisen, liess ihre Medienstelle ausrichten. Ihr Sprecher bezeichnete den zugrunde liegenden Frauenhass gegenüber mehreren Schweizer Zeitungen als etwas, das nicht als normal oder akzeptabel empfunden werden dürfe. Die Behörde Bern-Mittelland bestätigte die eingeleiteten Ermittlungen; in welche Richtung weiter untersucht wird, sei Sache der Staatsanwaltschaft, heisst es.
Brisanz erhält der Fall, weil die Finanzministerin die Strafverfolger ausdrücklich darum bittet zu prüfen, ob die Verantwortlichen bei X den Chatbot Grok im Wissen oder gar in der Absicht zur Verfügung stellen, um Straftaten zu ermöglichen. Damit steht nicht nur der einzelne Nutzer im Fokus, sondern auch die Frage, welche rechtliche Verantwortung Plattformbetreiber und KI-Anbieter für durch ihre Systeme generierte Inhalte tragen. Der mutmassliche Urheber des Posts, ein 75-jähriger Schweizer mit gut 1300 Followern, sprach gegenüber Medien von einer „harmlosen technischen Übung“.
Über die Schweiz hinaus gerät Grok bereits unter regulatorischen Druck. Die EU-Kommission hatte nach Kritik an sexualisierten KI-Bildern im Zusammenhang mit dem Dienst im Januar ein Verfahren gegen X eingeleitet. Brüssel wirft dem Unternehmen vor, die Risiken bei der Einführung seiner Künstlichen Intelligenz auf der Online-Plattform nicht ausreichend bewertet und reduziert zu haben. Auch Malaysia kündigte Anfang Jahr an, rechtlich gegen Musks Konzern vorgehen zu wollen. Vor diesem Hintergrund könnte das Berner Verfahren zu einem Pilotfall werden, wie Strafrecht, Gleichstellung und KI-Regulierung im digitalen Umfeld zusammenspielen.