ST. HELIER, Jersey and LONDON, July 30, 2026 /PRNewswire/ -- Petrus Legal Strategies (Jersey) Limited, Petrus Advisers Limited and funds advised by Petrus Advisers Limited (together, "Petrus"), which together hold between 3% and 5% of Iveco Group N.V. ("Iveco") common shares, today issued the following statement regarding Tata Motors's proposed all-cash voluntary tender offer for Iveco at €14.10 per share:
"One year ago today, Iveco shareholders were told that Tata Motors would acquire the Company at €14.10 per share, with completion in the first half of 2026. The timetable has since been reset repeatedly; this morning it moved again, to early November 2026.
Shareholders have borne the entire cost of that delay. The price has not increased by a single cent, which is unacceptable to shareholders. In the meantime, the value of Iveco's listed peers has increased significantly, and an investment in STOXX Europe 600 has yielded over 20% since July 2025.
€14.10 did not reflect fair value when the deal was agreed in July 2025, and more than a year of delay has widened this gap. Petrus recommends that fellow shareholders do not tender their shares into the transaction. We remain ready to engage constructively with Iveco and Tata Motors on terms that are fair to all shareholders."
About Petrus Advisers and Petrus Legal Strategies
Petrus Advisers is an FCA regulated alternative investment management firm. Headquartered in London, it was founded in 2009. Petrus has a successful track record investing in European equities based on its proprietary analysis and entrepreneurial investment approach. Petrus takes a constructive approach actively working together with the management teams and boards of companies where we have a significant stake. Petrus Legal Strategies is a strategy within Petrus focused on investments with legal complexity.
View original content to download multimedia:https://www.prnewswire.co.uk/news-releases/delay-is-unacceptable--petrus-recommends-shareholders-not-to-tender-at-14-10-per-share-302839389.html
Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.
Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.
Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.
Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.
Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.
Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.