Dasher Neuroscience schließt die Patientenrekrutierung für die weltweite klinische Phase-2-Studie mit dem führenden KI-basierten Wirkstoffkandidaten YA-101 gegen Multisystematrophie (MSA) ab

30.07.2026

TAIPEI, 30. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Dasher Neuroscience Holdings Inc. (TPEx: 7829) („Dasher Neuroscience"), ein KI-gestütztes biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Medikamenten für das Zentralnervensystem (ZNS) konzentriert, gab heute den erfolgreichen Abschluss der Patientenrekrutierung für seine weltweite, multizentrische klinische Phase-2-Studie bekannt. In dieser Studie wird YA-101 untersucht, das führende Wirkstoffkandidat des Unternehmens zur Behandlung der Multisystematrophie (MSA).

Dasher Neuroscience Holdings Inc.

Die klinischen Top-Line-Daten der Studie werden für das erste Quartal 2027 erwartet.  Parallel dazu bemüht sich Dasher Neuroscience aktiv um globale Auslizenzierungspartnerschaften und plant gleichzeitig eine globale multizentrische Phase-3-Studie, um die klinische Markteinführung von YA-101 als potenzielle First-in-Class-Therapie für MSA zu beschleunigen.

„Der Abschluss der Patientenrekrutierung für diese globale Phase-2-Studie stellt einen wichtigen Meilenstein bei der Weiterentwicklung unseres Leitkandidaten YA-101 in Richtung Markteinführung dar", sagte Dr. Jane Tseng, Chief Executive Officer von Dasher Neuroscience. „Diese Studie wird entscheidende Daten sowohl zur Sicherheit als auch zur klinischen Wirksamkeit von YA-101 liefern und damit eine solide Grundlage für Lizenzverhandlungen mit potenziellen globalen Partnern schaffen, während wir daran arbeiten, diese innovative Therapie Patienten mit seltenen Erkrankungen zugänglich zu machen, für die ein hoher ungedeckter medizinischer Bedarf besteht."

90 Patienten an Standorten in den USA, Japan und Taiwan rekrutiert

Die Phase-2-Studie zu YA-101 ist eine globale, multizentrische, doppelblinde, placebokontrollierte Dosiseskalationsstudie. Insgesamt wurden 90 Teilnehmer an klinischen Standorten in den Vereinigten Staaten, Japan und Taiwan rekrutiert.

Ziel der Studie ist es, die Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und Wirksamkeit von YA-101 bei Patienten ab 30 Jahren zu bewerten, bei denen gemäß den klinischen Kriterien der Movement Disorder Society (MDS) eine MSA diagnostiziert wurde, wobei sowohl der Parkinson- Subtyp(MSA-P) als auch der zerebelläre Subtyp (MSA-C) berücksichtigt werden.

Der primäre Endpunkt der Studie ist die Häufigkeit und der Schweregrad unerwünschter Ereignisse (AEs), um das Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil von YA-101 zu bewerten. Zu den sekundären Endpunkten zählen pharmakokinetische (PK) Parameter sowie die klinische Wirksamkeit, die anhand der „Unified Multiple System Atrophy Rating Scale" (UMSARS) und des 10-Meter-Gehtests bewertet wird.

Fast-Track-Status der US-amerikanischen FDA und weltweiter Orphan-Drug-Status

YA-101 ist ein neuer chemischer Wirkstoff (New Chemical Entity, NCE) und ein D-Aminosäure-Oxidase-Hemmer (DAOI), der entzündliche Zytokine hemmen kann, vor allem durch die Verringerung von Neuroinflammation und die Steigerung der Neuroplastizität, um den Krankheitsverlauf zu verbessern. Er wird mit dem Ziel entwickelt, weltweit als neuartige Behandlungsoption für MSA-Patienten zu dienen.

YA-101 erhielt von der US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) den Fast-Track-Status sowie den Orphan-Drug-Status (ODD) von den Zulassungsbehörden in den USA, Japan und der Europäischen Union.

MSA ist eine seltene, schnell fortschreitende und tödliche neurodegenerative Erkrankung. Der Ausbruch erfolgt typischerweise im Alter von etwa 50 Jahren; bis zu 80 % der Patienten sind innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose schwerbehindert, und die durchschnittliche Überlebensdauer beträgt lediglich 6 bis 10 Jahre. Die derzeitige klinische Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der Symptome; es stehen keine zugelassenen krankheitsmodifizierenden Therapien zur Verfügung – was weltweit einen kritischen ungedeckten medizinischen Bedarf darstellt.

Die weltweite Prävalenz von MSA liegt bei etwa 5 Fällen pro 100.000 Menschen; schätzungsweise sind 15.000 bis 50.000 Menschen in den USA, 18.000 bis 70.000 in der EU, 12.000 in Japan und 2.000 in Taiwan betroffen. Nach der behördlichen Zulassung soll YA-101 diese gravierende Behandlungslücke schließen und Patienten weltweit neue therapeutische Hoffnung bieten.

Informationen zu Dasher Neuroscience Holdings Inc.

Dasher Neuroscience-KY (TPEx: 7829) wurde am 3. Juni 2025 am Taiwan Emerging Stock Board notiert. Es handelt sich um ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf den Einsatz von KI zur Beschleunigung von Therapien für das Zentralnervensystem (ZNS) konzentriert.

Das Flaggschiff-Medikament des Unternehmens, YA-101, zielt zunächst auf MSA ab und befindet sich derzeit in klinischen Studien der Phase II. Es hat in den USA den Fast-Track-Status der FDA sowie den ODD-Status in den USA, Japan und der EU erhalten. Darüber hinaus befindet sich YA-102 zur Behandlung der Parkinson-Krankheit in der Entwicklung, ebenso wie zwei präklinische Pipeline-Kandidaten: YA-201 für die Alzheimer-Krankheit und YA-301 für Schizophrenie. Getreu seiner Mission, ungedeckten medizinischen Bedarf zu decken, konzentriert sich das Unternehmen darauf, innovative, sichere und wirksame Therapieoptionen anzubieten. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Unternehmens: www.dasherneuroscience.com.

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Zuwanderung, Wohnungsnot, Arbeitskräfte: Schweiz stimmt über Bevölkerungslimit ab

15.06.2026

Die Schweiz stimmt an diesem Wochenende über eine der umstrittensten Initiativen der vergangenen Jahre ab: „Keine 10-Millionen-Schweiz!“. Der Vorstoß der nationalkonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), auch bekannt als Schweizerische Volkspartei oder Swiss People's Party, sieht vor, die ständige Wohnbevölkerung des Landes bis 2050 auf maximal zehn Millionen Menschen zu begrenzen. Nach ersten Hochrechnungen tendieren die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu, die Initiative abzulehnen – ein Ergebnis, das im Vorfeld keineswegs sicher schien.

Die Initiative, die in der Verfassung verankert werden soll, würde den Bund verpflichten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, sobald die Bevölkerung 9,5 Millionen erreicht. Die Schweiz zählte Ende 2025 bereits gut 9,1 Millionen Einwohner – rund 1,7 Millionen mehr als 2002. Haupttreiber des Wachstums ist die Zuwanderung. Rund 28% der im Land lebenden Menschen besitzen keinen Schweizer Pass. Viele stammen aus EU-Staaten wie Italien, Deutschland und Portugal, hinzu kommen Personen aus Drittstaaten, darunter Asylsuchende.

Unterstützer der Initiative argumentieren, das Land stoße an seine Belastungsgrenzen. Sie verweisen auf steigende Mieten, überlastete Verkehrswege, Staus sowie eine als problematisch wahrgenommene Entwicklung bei Gewalt und Kriminalität, die sie mit einer höheren Zuwanderung verknüpfen. Ziel sei es laut Kampagnenmotto, „zu bewahren, was wir lieben“. Die SVP wirbt mit auffälligen Aufklebern, Fahnen und Plakaten in Nationalfarben, um eine Begrenzung des Bevölkerungswachstums als Schutz der Lebensqualität zu präsentieren.

Gegen die Initiative stellen sich der Bundesrat, das Parlament, die Kantone sowie die meisten übrigen großen Parteien, gestützt von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften. Sie warnen, ein starres Bevölkerungs- und damit faktisches Zuwanderungslimit könne den bereits bestehenden Arbeitskräftemangel verschärfen. Laut Bundesamt für Statistik waren im ersten Quartal 2026 rund 1,87 Millionen ausländische Erwerbstätige in der Schweiz beschäftigt. Etwa vier von fünf kamen aus EU- oder EFTA-Staaten oder dem Vereinigten Königreich, der Rest aus Drittstaaten. Viele arbeiten in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bau und Gastgewerbe – Sektoren, die stark auf Personal aus dem Ausland angewiesen sind.

Ein weiterer Konfliktpunkt ist das Verhältnis zur Europäischen Union. Die Initiative sieht vor, dass die Schweiz in letzter Konsequenz das Abkommen über die Personenfreizügigkeit mit der EU kündigen müsste, sollte die Obergrenze sonst nicht zu halten sein. Gegner befürchten, dies könnte die bilateralen Beziehungen und den Zugang zum europäischen Arbeitsmarkt belasten. Befürworter halten dem entgegen, nur mit klaren quantitativen Vorgaben lasse sich der Druck auf Wohnungsmarkt, Infrastruktur und öffentliche Dienste nachhaltig begrenzen.

Parallel zur Abstimmung über die 10-Millionen-Grenze entscheiden die Stimmberechtigten auch über eine Verschärfung des Zivildienstgesetzes. Im Fokus der innenpolitischen Debatte steht jedoch vor allem die Frage, wie die Schweiz Wachstum, Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt künftig austarieren will. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte zwar die Initiative selbst klären, die Grundsatzdiskussion über Zuwanderung, Arbeitskräftebedarf und Lebensqualität in der Alpenrepublik jedoch kaum beenden.