APIGA feiert 10 Jahre Förderung der nächsten Generation von Internet-Führungskräften

27.07.2026

Das Jugendführungsprogramm erreicht einen Meilenstein bei der Förderung der nächsten Generation der Internet-Community im asiatisch-pazifischen Raum

SINGAPUR, 27. Juli 2026 /PRNewswire/ -- Die Asia Pacific Internet Governance Academy (APIGA) feiert heute ihr zehnjähriges Bestehen. Seit einem Jahrzehnt bereitet sie die nächste Generation junger Führungskräfte darauf vor, die Zukunft des Internets in der gesamten Asien-Pazifik-Region (APAC) mitzugestalten. Seit ihrem Start im Jahr 2016 haben mehr als 359 Teilnehmer aus 32 Ländern die Akademie erfolgreich abgeschlossen und damit ein stetig wachsendes Netzwerk aus künftigen politischen Entscheidungsträgern, Fachleuten, Wissenschaftlern, Vertretern der Zivilgesellschaft und führenden Persönlichkeiten im Bereich der Internet-Governance aufgebaut.

APIGA Celebrates 10 Years of Developing the Next Generation of Internet Leaders. Photo taken in Busan, South Korea during APIGA 2026 (20–24 July 2026).

Dieser Meilenstein wurde im Rahmen einer besonderen Jubiläumsfeier gewürdigt, die am 24. Juli 2026 bei der 10. APIGA in Busan, Südkorea, stattfand.

„Die Zukunft des Internets hängt von der nächsten Generation von Führungskräften ab, die dazu beitragen werden, dass es sicher, stabil und für alle zugänglich bleibt", erklärte Sally Costerton, Senior Vice President für globale Interessengruppenarbeit bei der ICANN. „Seit zehn Jahren vermittelt APIGA jungen Führungskräften im asiatisch-pazifischen Raum das Wissen und die praktischen Erfahrungen, die sie benötigen, um einen aktiven Beitrag zur globalen Internetcommunity zu leisten."

APIGA ist ein jährlich stattfindender fünftägiger Workshop, der sich mit Internet-Governance und internetbezogenen Themen befasst. Das Programm wird gemeinsam von der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) und der Korea Internet & Security Agency sowie regionalen Internetorganisationen wie dem Asia Pacific Network Information Center, DotAsia und der Internet Society veranstaltet.

Durch einen praxisorientierten, interaktiven Lehrplan erwerben die Teilnehmer praktische Kenntnisse über die Funktionsweise des Internets und das Bottom-up-Modell der Konsensbildung in der Internet-Governance, das maßgeblich zur Gestaltung des Internets beigetragen hat. Vor allem aber befähigt das Programm die Teilnehmer, einen sinnvollen Beitrag zu den Diskussionen über die Internet-Governance auf lokaler, regionaler und globaler Ebene zu leisten.

Aufbauend auf dem Erfolg von APIGA wurde das Programm im Jahr 2024 durch die Einführung lokaler APIGAs erweitert, wodurch die Aufklärung über Internet-Governance den Gemeinden in der gesamten Region nähergebracht wurde. Die lokalen APIGAs basieren auf demselben immersiven und praxisorientierten Lernansatz und bieten kürzere, auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnittene Programme an, die sich mit regionalen Themen befassen und unter Umständen in der jeweiligen Landessprache durchgeführt werden. In nur zwei Jahren haben sich die lokalen APIGA-Gruppen auf zehn Volkswirtschaften ausgeweitet, wodurch sich neue Möglichkeiten für das Engagement junger Menschen eröffneten und die regionale Mitwirkung an der Internet-Governance gestärkt wurde.

Auch zu Beginn seines zweiten Jahrzehnts konzentriert sich das APIGA-Programm weiterhin darauf, die nächste Generation darauf vorzubereiten, ein offenes, sicheres, stabiles und weltweit kompatibles Internet mitzugestalten.

APIGA ist Teil des umfassenden Engagements der ICANN, durch Initiativen zur Einbindung junger Menschen zukünftige Führungskräfte für das Internet heranzubilden. Zu diesen Bemühungen gehört auch „NextGen@ICANN", ein Programm, das Studenten und Berufseinsteiger mit den öffentlichen Sitzungen der ICANN und dem Multi-Stakeholder-Modell der Internet-Governance vertraut macht.

Weitere Informationen zu APIGA finden Sie unter www.apiga.asia.

Informationen zu ICANN

Die Aufgabe von ICANN besteht darin, ein stabiles, sicheres und einheitliches globales Internet zu unterstützen. Um eine andere Person im Internet zu erreichen, müssen Sie auf Ihrem Computer oder einem anderen Gerät eine Adresse eingeben – einen Namen oder eine Nummer. Diese Adresse muss eindeutig sein, damit Computer wissen, wo sie einander finden können. ICANN hilft dabei, diese eindeutigen Kennungen weltweit zu koordinieren und zu unterstützen. ICANN wurde 1998 als gemeinnützige Körperschaft im öffentlichen Interesse mit einer Gemeinschaft von Beteiligten aus aller Welt gegründet.

 

 

ICANN logo

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.