In einer bahnbrechenden klinischen Studie des australischen Biotechnologieunternehmens Marinova wurde nachgewiesen, dass ein einzigartiger Algenextrakt die Symptome der benignen Prostatahyperplasie (BPH) lindert.
HOBART, Australien, 27. Juli 2026 /PRNewswire/ -- In einer randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten klinischen Studie wurden die Wirkungen von Fucoidan – einem natürlich vorkommenden Wirkstoff aus Braunalgen – bei Männern mit BPH (Prostatavergrößerung) untersucht.
BPH ist ein weltweit verbreitetes Gesundheitsproblem bei Männern. Weltweiten Schätzungen zufolge liegt die Prävalenz bei 50–60 % der Männer in den Sechzigern und steigt auf 90 % der Männer in den Achtzigern an. Obwohl die Erkrankung in der Regel nicht lebensbedrohlich ist, führen Harnsymptome – darunter Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und eine erhöhte Harnfrequenz – oft zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität.
Zur Begründung der Studie erklärte die leitende Forscherin Dr. Barbara Wimmer: „Bislang wurden nur sehr wenige natürliche Wirkstoffe klinisch untersucht, die nachweislich die Gesundheit der Prostata wirksam unterstützen. Die dokumentierten bioaktiven Eigenschaften von Fucoidan haben uns dazu veranlasst, diese bahnbrechende Studie durchzuführen."
In der 90-tägigen, von Ärzten begleiteten Studie erhielten 88 Männer im Alter zwischen 45 und 80 Jahren mit mittelschwerer BPH entweder täglich ein Fucoidan-Präparat oder ein Placebo.
Wichtigste Ergebnisse
Im Vergleich zum Placebo zeigten die Teilnehmer, die das hochreine Fucoidan-Präparat einnahmen:
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Die Studie verwendete den weithin anerkannten International Prostate Symptom Score (IPSS) zur Bewertung der Veränderungen der BPH-Symptome.
Dr. Wimmer erklärte: „Wichtig ist, dass die Studienergebnisse klinisch signifikant waren und sich das Fucoidan während des gesamten Studienzeitraums als sicher erwiesen hat. Wir gehen davon aus, dass diese Ergebnisse zur Markteinführung von hochreinem Fucoidan führen werden, um die Symptome der benignen Prostatahyperplasie zu lindern."
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Research and Reports in Urology veröffentlicht.
Informationen zu Marinova
Marinova ist ein australisches Biotechnologieunternehmen, das sich auf die Forschung, Entwicklung und Herstellung von hochreinen Fucoidans spezialisiert hat, die in Nahrungsergänzungsmitteln, Medizinprodukten, Hautpflegeprodukten und Arzneimitteln zum Einsatz kommen.
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Forschende der Universität Zürich (UZH) haben einen Ansatz entwickelt, mit dem sich akuter Schlafmangel im Speichel nachweisen lässt. In einer aktuellen Studie identifizierte das Team um Thomas Krämer vom Institut für Rechtsmedizin eine Art metabolischen Fingerabdruck, der starke Übermüdung zuverlässig anzeigt. Die Resultate wurden im Fachmagazin „Journal of Proteome Research“ veröffentlicht und von Krämer als „Meilenstein für die forensische Forschung“ bezeichnet.
Für die Untersuchung rekrutierten die Wissenschaftler 20 gesunde junge Männer, die normalerweise sieben bis neun Stunden pro Nacht schlafen. Die Probanden durchliefen drei Szenarien: eine Nacht komplett ohne Schlaf, vier Nächte mit jeweils zwei Stunden weniger Schlaf als üblich sowie eine Kontrollbedingung mit rund acht Stunden Schlaf. Nach jeder Phase wurden Speichelproben entnommen und mittels hochauflösender Massenspektrometrie analysiert. Mithilfe von maschinellem Lernen suchte das Team nach molekularen Mustern, die spezifisch auf akuten Schlafentzug hinweisen.
Die Auswertung ergab, dass starke Übermüdung rund zehn Prozent aller Biomoleküle im Speichel beeinflusst. Aus zehntausenden gemessenen Molekülen filterten die Forschenden schließlich zehn spezifische Biomarker heraus, die als Signatur für akuten Schlafmangel dienen könnten. Diese erstmals im Speichel identifizierten direkten Marker für Übermüdung unter alltagsnahen Bedingungen gelten aus Sicht der UZH als Grundlage für neue diagnostische Verfahren.
Langfristig zielt das Projekt auf die Entwicklung eines Schnelltests, der vor Ort eingesetzt werden könnte – etwa im Strassenverkehr, in sicherheitskritischen Berufen oder bei der forensischen Abklärung von Unfällen. Die Forschenden betonen jedoch, dass es sich derzeit um eine Grundlagenstudie mit einer kleinen und homogenen Probandengruppe handelt. Bevor ein solcher Speicheltest in der Praxis Anwendung findet, seien umfangreichere Untersuchungen mit grösseren und vielfältigeren Bevölkerungsgruppen erforderlich.