5. CMG-Forum findet in Chongqing statt

10.06.2026

CHONGQING, China, 10. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Ein Bericht von CMG:

Das 5. CMG-Forum hat am Mittwoch in der regierungsunmittelbaren Stadt Chongqing im Südwesten Chinas stattgefunden.

https://german.cgtn.com/2026/06/10/ARTI1781080223460216

Das Forum, das gemeinsam von der China Media Group (CMG) und der Stadtregierung von Chongqing ausgerichtet wird, bringt nahezu 300 Vertreter aus aller Welt zusammen, um zu erörtern, wie Medien die Potenziale technologischer Innovationen besser nutzen können, während sie ihrer Verantwortung, zu informieren, zu verbinden und zu inspirieren, weiterhin gerecht werden.

Die Teilnehmer betonten, dass künstliche Intelligenz tiefgreifende und weitreichende Auswirkungen auf die Medienlandschaft und das öffentliche Meinungsökosystem habe. Es gelte daher, den umfassenden Einsatz von KI in der Nachrichtenberichterstattung, im kulturellen Austausch und in öffentlichen Dienstleistungen voranzutreiben und die mediale Transformation im Zuge der Innovationsentwicklung zu beschleunigen. Zudem wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, einen internationalen Konsens über die globale Governance von KI zu stärken und sicherzustellen, dass digitale und intelligente Technologien dem Wohl der Menschen dienen.

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Zürcher Handelsgericht weist Grossteil von Palantirs Gegendarstellungs-Klage ab

15.06.2026

Der US-Datenkonzern Palantir hat in der Schweiz eine deutliche juristische Niederlage erlitten. Das Handelsgericht Zürich wies 22 von 23 beanstandeten Passagen in zwei kritischen Artikeln des Online-Magazins «Republik» zurück. Lediglich eine einzelne Formulierung muss die Redaktion korrigieren. Palantir und seine Schweizer Tochtergesellschaft wollten gerichtlich durchsetzen, dass umfangreiche Gegendarstellungen publiziert werden; dieses Anliegen ist nun weitgehend gescheitert. Nach dem Urteil muss der Konzern zudem den überwiegenden Teil der Verfahrenskosten tragen.

Ausgangspunkt des Rechtsstreits waren Recherchen, die im Dezember 2025 nach rund einjähriger Arbeit erschienen. Das Projekt von «Republik» und dem Recherchekollektiv WAV beleuchtete, wie Palantir über mehrere Jahre versucht hatte, bei Bundesstellen und dem Schweizer Militär Aufträge zu erhalten – ohne Erfolg. Die Journalisten werteten dazu Dutzende Gesuche nach dem Öffentlichkeitsgesetz sowie interne Unterlagen aus und kamen zum Befund, dass das Unternehmen trotz einer mehrjährigen Präsenz in der Schweiz keinen einzigen Regierungsauftrag gewinnen konnte. Diese Erzählung eines «Scheiterns» auf dem Schweizer Markt war nach Darstellung der beteiligten Reporter Auslöser für Palantirs juristische Offensive.

Die Redaktion hatte dem Unternehmen nach eigenen Angaben vor Veröffentlichung ausführliche Fragen geschickt und Führungskräfte interviewt. Palantir verlangte darüber hinaus eine detaillierte, punktweise Replik im Magazin, die über den Umfang der ursprünglichen Recherche hinausgegangen wäre. Als «Republik» dies ablehnte, reichte der Konzern Klage ein. Das Zürcher Handelsgericht stellte nun klar, dass nur eine von 23 umstrittenen Passagen eine Gegendarstellung erfordert. Damit bestätigt das Urteil, dass der Großteil der Berichterstattung über Palantirs vergebliche Akquisitionsversuche bei Schweizer Behörden auf einer zulässigen Auswertung amtlicher Dokumente beruht.

Palantir ist international vor allem durch den Einsatz seiner Software in militärischen und nachrichtendienstlichen Kontexten bekannt. Seit 2022 stellt das Unternehmen Plattformen zur Verfügung, die ukrainische Behörden und Streitkräfte bei der Auswertung von Lagebildern, der Zielidentifikation und der Logistik unterstützen. Die Systeme werden außerdem von US-amerikanischen und verbündeten Diensten im Nahen Osten genutzt, um iranische Aktivitäten etwa in Raketenprogrammen, beim Einsatz von Drohnen oder in Cyberoperationen zu analysieren. Direkte Geschäftsbeziehungen mit dem Iran bestehen nach Unternehmensangaben aufgrund von US-Sanktionen nicht. Das Zürcher Urteil könnte über die Schweiz hinaus Signalwirkung haben, nachdem die Recherche bereits in anderen europäischen Staaten Debatten über Nutzen und Notwendigkeit der Palantir-Technologie im staatlichen Bereich angestoßen hatte.