Die finanzielle Absicherung vieler Menschen in der Schweiz ist deutlich fragiler, als es oft angenommen wird. Laut einer aktuellen Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) ist fast jeder fünfte Befragte nicht in der Lage, Geld zu sparen. Während 43 Prozent der Teilnehmer angeben, regelmäßig sparen zu können, legen weitere 40 Prozent nur gelegentlich Beträge zur Seite.
Besonders kritisch stellt sich die Situation bei einem plötzlichen Einkommensverlust dar. Fast die Hälfte der Befragten gab an, dass sie ihren bisherigen Lebensstandard bei einem Lohnausfall höchstens drei Monate lang aufrechterhalten könnten. Die Studie verdeutlicht damit, wie knapp die liquiden Rücklagen für Notfälle in weiten Teilen der Bevölkerung tatsächlich sind.
Ein beachtlicher Teil der untersuchten Gruppe verfügt über keinerlei finanzielle Sicherheit. Rund 15 Prozent der Befragten besitzen überhaupt keine flüssigen Reserven für unvorhergesehene Ereignisse. Dies unterstreicht die These der Forschenden, dass finanzielle Polster für viele Personen in der Schweiz lediglich Wunschdenken bleiben.
Auch die Bewältigung staatlicher Verpflichtungen stellt für viele eine Hürde dar. Fast jeder dritte Teilnehmer der Befragung hatte in den vergangenen fünf Jahren mindestens einmal Schwierigkeiten, seine Steuerrechnung rechtzeitig zu begleichen. Die Daten basieren auf einer Umfrage unter knapp 1.000 Personen, die im Juni dieses Sommers durchgeführt wurde.


